Steuerhinterziehung : Razzia in Pinneberg

Die Beschuldigten sollen die unterschiedlichen Umsatzsteuersätze für Medizinprodukte in Deutschland und Luxemburg ausgenutzt haben.

shz.de von
24. März 2017, 09:55 Uhr

Pinneberg/Hamburg | Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Steuerhinterzieher sind bereits am Mittwoch auch zwei Wohn- und Geschäftsräume in Hamburg und Pinneberg durchsucht worden. 28 Fahnder hatten zuvor Räume in Luxemburg und mehreren Bundesländern durchsucht und zwei Beschuldigte festgenommen.

Sechs Personen stehen laut dem zuständigen saarländischen Finanzministerium im Verdacht, zwischen 2013 und 2017 mit Hilfe von Firmen in Luxemburg Umsätze von 3,2 Millionen Euro nicht korrekt angegeben zu haben. Damit sei Umsatzsteuer in Höhe eines sechsstelligen Betrages hinterzogen worden. Die Beschuldigten sollen die unterschiedlichen Umsatzsteuersätze für Medizinprodukte in Deutschland (19 Prozent) und Luxemburg (3 Prozent) ausgenutzt haben.

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