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Entscheidung am Donnerstag : Raumnot: Muss das Juba23 Platz abgeben

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Donnerstag entscheidet sich, ob das Juba23 Fläche an die Schule an der Bek abgeben muss. Beide Einrichtungen brauchen den Platz.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Halstenbek | Raumnot in der Grund- und Gemeinschaftsschule (GemS) an der Bek: Schon im letzten Schulausschuss am 18. Mai sollte beschlossen werden, einen Raum des benachbarten Jugendtreffs Juba23 der Schule zu überlassen. Die Entscheidung wurde damals vertagt. Am Donnerstag, 29. Juni, Donnerstag, 22. Juni steht sie nun wieder auf der Tagesordnung. Dem bisherigen Beschlussvorschlag will die SPD allerdings einen Änderungsantrag entgegenstellen: Statt der dauerhaften Nutzung des Raumes U.102 als Fach- und Klassenraum soll der Schule zunächst eine Nutzung über ein Jahr zugesprochen werden. Mit dem Änderungsantrag will die SPD außerdem die Verwaltung beauftragen, einigen Fragen nachzugehen, etwa ob noch mehr Räume abgetreten werden müssen mit Hinblick auf die Entwicklung der Schülerzahlen und ob das Juba23 zukünftig eventuell andernorts untergebracht werden muss.

Schule ist zum Teil vierzügig statt dreizügig

Als 2011 die GemS in der Hartkirchener Chaussee direkt am Halstenbeker Bahnhof neu gebaut wurde, konnte sie aufgrund von Auflagen der Genehmigungsbehörden nur dreizügig umgesetzt werden. Fünf Jahrgänge sind aber laut SPD vierzügig – mehrere Fachräume wurden in Klassenräume umgewandelt, um den Bedarf zu decken, und die fehlen jetzt. Platz wird dringend gebraucht. Aber Gleiches gilt auch für das Juba23. Es zog 2011 vom Neuen Weg neben die GemS, was damals schon eine Verkleinerung von knapp 600 auf 300 Quadratmeter bedeutete. Betreut werden Kinder und Jugendliche von zehn bis 21 Jahren. In einer Stellungnahme der Einrichtung zu der Beschlussverordnung heißt es: „Zu dem deutlichen Altersunterschied und den kulturellen Unterschieden bieten auch Cliquen unter den gleichaltrigen Jugendlichen deutliches Konfliktpotential. Trotz der weit auseinanderliegenden Räumlichkeiten des Juba23, gehört es zu unseren Aufgaben, Streit zwischen Jugendlichen zu entzerren. Dies ist nur möglich, indem die Jugendlichen (...) auf ausreichend viele Räume verteilt werden können.“

Da stimmt die SPD zwar zu, sieht aber die Schule als höheren Stellenwert. Die CDU war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Grünen wollen sich Anfang der Woche positionieren. Andrea Unteuscht, für die Grünen im Schulausschuss, will erst klären, was von den angedachten Maßnahmen, die nach einer Begehung vor einem Jahr angeregt wurden, bisher umgesetzt wurde. „Ein Punkt war zum Beispiel ein Raumbuchungssystem, um die Räume optimal zu nutzen.“ Die FDP lehnt die Zusprechung des Raumes zur GemS ohne Ausgleich für das Juba23 ab. „Ein möglicher Kompromiss könnte das System des Space Sharing sein, ein Vorschlag, den das Juba23 vorgetragen hat. Gemeinsame Nutzung von Räumen zu abgestimmten unterschiedlichen Zeiten“, sagte FDP-Orstverbandsvorsitzender Wolfgang Pippin.
 

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