Im Keller gefesselt : Raubüberfall auf älteres Ehepaar in Pinneberg: Polizei fahndet nach weiterem Täter

Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Haupttäter des Raubüberfalls in Pinneberg.

Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Haupttäter des Raubüberfalls in Pinneberg.

Ein Täter ist bereits gefasst worden. Nach einem anderem wird gesucht. Beide Männer sollen mehrere Raubtaten begangen haben.

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12. November 2020, 15:01 Uhr

Pinneberg | Die Polizei wendet sich mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit: Nach einem Diebstahl und einem Raubüberfall in Pinneberg sowie zwei weiteren Raubüberfällen in Schleswig-Holstein und Bayern sucht die Polizei nach weiteren Tätern. Die Fälle hatten sich in den Jahren 2017 und 2020 ereignet. In Pinneberg war dabei zweimal dasselbe Ehepaar betroffen gewesen. Der jüngste Fall hatte landesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil die beiden Senioren in ihrem Keller gefesselt worden waren.

Ehepaar wird im eigenen Keller gefesselt

Was war passiert? Am 20. Februar kam es in Pinneberg, Beim Ratsberg, zu einem Raubüberfall auf das älteres Ehepaar. Die Täter fesselten beide im Keller ihres eigenen Hauses, um dieses zu durchsuchen. Der 75-jährige Pinneberger konnte sich und seine Frau selbst befreien und die Polizei über den Notruf alarmieren. Die Polizeibeamten koordinierten sofort eine groß angelegte Fahndung mit mehreren Streifenwagen, die ergebnislos verlief.

Tatverdacht gegen einen Mann aus Hildesheim

Im Rahmen intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei Pinneberg erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 46-jährigen Mann aus Hildesheim. Am 4. Juni lokalisierte die Polizei den Mann in Hannover. Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen nahmen ihn vorläufig fest. Er war erst im Januar 2020 nach einer mehrjährigen Haftstrafe wegen unterschiedlicher Eigentumsdelikte aus dem Gefängnis entlassen worden.

Ermittlungen zu den Mittätern dauern an

Ermittler der Kriminalpolizei Pinneberg führten ihn anschließend auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer Haftrichterin am Amtsgericht Itzehoe vor. Diese erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des schweren Raubs sowie Fluchtgefahr. Anschließend kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen zu den Mittätern dauern an. Darüber hinaus fanden die Ermittler bei einer Durchsuchung gefälschte Ausweise, die den Tatverdächtigen als Polizeibeamten oder Straßenbauamtsmitarbeiter auswiesen.

Zusammenhang zu einer weiteren Tat

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich dann ein möglicher Zusammenhang zu einer weiteren Tat aus dem Jahr 2017 am selben Tatort, bei der ebenfalls das Ehepaar aus Pinneberg betroffen war. So hatten sich drei Männer Ende Mai ihnen gegenüber als Polizisten ausgegeben und bei einer "Hausdurchsuchung" Schmuck gestohlen. Zudem gab es laut Polizei mindestens zwei ähnlich gelagerte Taten in Grömitz (19. Juni 2017) und Teugn in Bayern (11. Juli 2017).

Identität der weiteren Täter unklar

Derzeit sei die Identität der weiteren Täter unklar, teilte die Polizei mit. Der 46-jährige Festgenommene scheidet für die Taten von 2017 aus, da er sich zu dieser Zeit in Haft befand. Zwischenzeitlich liegt den Ermittlern ein Phantombild des mutmaßlichen Haupttäters aus den Überfällen von 2017 vor. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von bis zu 2.500 Euro ausgelobt.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Pinneberg unter der Rufnummer (04101) 2020 entgegen.

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