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Tempolimit für Kummerfeld : Raser sollen runter vom Gas

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kummerfeld will eine 70-Zone vor der Einfahrt ins Dorf. Zwei Unfälle in den vergangenen Tagen.

Kummerfeld | Bekommt Kummerfeld endlich die Geschwindigkeitsreduzierung, für die die Gemeinde schon seit Jahren kämpft? Bürgermeisterin Erika Koll ist zumindest optimistisch, dass Autofahrer vor der Einfahrt in das Dorf auf der Bundesstraße (K21) von Elmshorn Richtung Pinneberg bald langsamer fahren müssen. 100 Stundenkilometer dürfen Autofahrer derzeit auf der Bundesstraße (Kreisstraße 21) zwischen der Kreisfeuerwehrzentrale und dem Ortseingang Kummerfeld fahren. Die Gemeindevertreter von Kummerfeld wünschen sich für den Kreuzungsbereich Dorfstraße/Bornbarg eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer, um die Ausfahrt aus den beiden Straßen einfacher zu machen.

„Das ist auch dringend erforderlich“, sagt Koll. Der Handlungsbedarf sei in den vergangenen Tagen durch zwei Unfälle unterstrichen worden. So ist am Mittwoch durch einen Unfall eine Bushaltestelle zerstört worden. Einen Tag später fuhr ein Lkw auf einen Pkw auf. Dabei wurde eine Frau verletzt. Die Unfälle sind für die Bürgermeisterin eine weitere Bestätigung, dass das Tempolimit schnell kommen muss.

Bewegung war in die Debatte schon vorher gekommen. So gab es Gespräche mit Polizei und Straßenverkehrsamt sowie Geschwindigkeitsmessungen. Koll sieht gute Chancen, dass demnächst 70 anstatt 100 Stundenkilometer erlaubt sind. Damit hätten sich fast zwei Jahre Kampf gelohnt. „Mit der Geschwindigkeitsreduzierung erhöhen wir die Sicherheit für die Feuerwehr und die Bürger im Dorf“, so Koll. Wer direkt vor der Einfahrt in das Dorf mit 100 unterwegs sei, werde vermutlich in Kummerfeld bei der nur wenige Meter vom Ortsschild entfernten Wachen-Ausfahrt noch nicht auf 50 Stundenkilometer heruntergebremst haben, vermutet sie. Das sei auch für die Kummerfelder Feuerwehr ein Sicherheitsrisiko, wenn diese ausrücke und schnell auf die K21 fahren müsse.

Um die Gefahr für die Wehr weiter zu verringern, hat Koll auch schon mehrfach vorgeschlagen, das nur wenige Meter von der Wache entfernte Ortsschild zu verlegen. Die Bürgermeisterin sieht derzeit nur wenig Chancen, dass dieser Vorschlag tatsächlich von den übergeordneten Behörden umgesetzt wird. Das bedeutet nicht, dass sie sich nicht weiter dafür einsetzt, die Sicherheit auf der K21 zu erhöhen. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagt Koll.

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erstellt am 09.Dez.2016 | 13:00 Uhr

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