Raketenstarts im BoHo-Zeltlager

Speckstein stand bei den Kindern hoch im Kurs und wurde wie von Lisa eifrig mit Feilen bearbeitet.
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Speckstein stand bei den Kindern hoch im Kurs und wurde wie von Lisa eifrig mit Feilen bearbeitet.

104 Kinder übernachten an der Grundschule / Wasser-Fluggeräte aus Flaschen, Tennisbällen und viel Heißkleber

shz.de von
09. Juli 2018, 16:00 Uhr

„Sie starten wieder“, rief jemand, und binnen Sekunden richteten sich alle Augen auf den Ascheplatz der Grundschule Borstel-Hohenraden. Dort wurde die Startrampe für die „Wasser-Raketen“ eingerichtet. Diese schossen bis zu 100 Meter in die Höhe – mit dem entsprechenden Druck. „Wir haben das aber alles etwas abgemildert“, sagte Betreuer Philipp, unter dessen Anleitung aus Cola-Flaschen, Tennisbällen und viel Heißkleber die Raketen mit Wasserantrieb entstanden. „Das ist super. Ich würde mich glatt nochmal anmelden“, sagte Ben, der bereits sein fertiges Fluggerät in den Händen hielt. Denn wer seine eigene Rakete bauen wollte, musste sich anmelden. Die Nachfrage beim 14. Zeltlager in Borstel-Hohenraden war einfach zu groß und die Anzahl der Startrampen – zwei Fahrradluftpumpen – begrenzt.

„Dass man sich bei Aktionen anmelden muss, ist bei uns eher ungewöhnlich, aber ansonsten konnten die Kinder ja vieles machen“, sagte Kathja Springborn. Basteln mit Speckstein, Tischtennis, Völkerball, Fußball, Schmuck flechten oder zahlreiche Großspielgeräte der Spiliothek Quickborn ausprobieren – das Angebot für die 104 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren war fast unerschöpflich. Zauberer und Bewegungskünstler Wittich Wolf brachte den Mädchen und Jungen erste Tricks bei, und im „Escape Room“ galt es Fragen und Rätsel zu lösen, um den Container am Sportplatz wieder verlassen zu können.

30 Betreuer umfasste das Kernteam, davon 15 Jugendbetreuer zwischen 14 und 18  Jahren, die von Freitag bis Sonntag vor Ort waren. „Wenn man sechs Stunden Schlaf bekommt, ist es schon gut“, sagte Springborn, die das Zeltlager zusammen mit Karola Münster, Tina Westphal, Rabea Eller und Maike Gut organisiert hatte. „Aber es macht jedes Jahr wieder viel Spaß“, sagte Stefan Fresch. Etwa 50 Eltern halfen beim Küchendienst und den Nachtwachen.

Das Zeltlager wird in Erinnerung bleiben. Denn die Teilnehmer fertigten ein Mosaik, das zukünftig neben dem Eingang der Grundschule zu finden ist.

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