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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:11 Uhr

Raketen in Reethausnähe sind tabu

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

silvester Rellinger und Halstenbeker Verwaltungen mahnen Verbote an / Missachtung wird mit bis zu 10 000 Euro Strafe geahndet

von
erstellt am 29.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Etwa 129 Millionen Euro sind in der Silvesternacht 2014/2015 für Raketen und Knaller „verbrannt“ worden. Ein Jahr später gaben die Bundesbürger nochmal vier Millionen Euro mehr aus. Tote und Verletzte, dazu verheerende Brände durch Leichtsinn, halten die Rettungskräfte regelmäßig in der Nacht der Nächte in Atem. In Rellingen sind die Verantwortlichen seit Jahren auf der Hut: Weil zahlreiche mit Reet gedeckte Häuser in dem Ort existieren, werden ganze Straßenzüge mit einem Abbrennverbot belegt.

Sylter Verhältnisse – sprich: ein generelles Abbrennverbot für Feuerwerkskörper – in der Baumschulengemeinde? Dazu heißt es aus dem Rathaus: Um Brandgefahren durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aus Anlass des Jahreswechsels vorzubeugen, „wird gemäß Paragraf 24 Absatz 2 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2002 das Abbrennverbot angeordnet.“

Die Verwaltung um Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) zieht die Zügel an: „Da Reetdachhäuser und die Rellinger Kirche aufgrund ihrer Dacheindeckung als besonders brandgefährdet gelten, hat die Gemeinde Rellingen das Abrennverbot für Teile des Gemeindegebiets erlassen. Wer sich nicht an das Abrennverbot hält, gefährdet möglicherweise Menschen.“

Trampe ist in der Verantwortung, entsprechend scharf gelten die Vorgaben aus seinem Haus: „Das vom 2. Januar bis zum 30. Dezember bestehende Abbrennverbot für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II wird für das Ortsgebiet hinsichtlich des Abbrennens von Feuerwerksraketen in einem Abstand von 200 Metern zu Reetdachhäusern und zur Rellinger Kirche auch auf den 31. Dezember 2016 und den 1. Januar 2017 ausgedehnt. Andere pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen nur in einem Abstand von mindestens 50 Meter zu Reetdachhäusern und der Rellinger Kirche abgebrannt werden.“ Wer sich nicht an die erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz halte, müsse mit einer Geldbuße von bis zu 10  000 Euro rechnen.

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