Radweg Jappopweg bleibt – vorerst

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Pinneberg setzt sich dafür ein, dass dieser neue Radweg am Jappopweg nicht zurückgebaut wird.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Pinneberg setzt sich dafür ein, dass dieser neue Radweg am Jappopweg nicht zurückgebaut wird.

Politik sieht aber Regelungsbedarf / Ortsbegehung geplant

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05. Juli 2018, 16:24 Uhr

Gute Nachrichten für alle Radfahrer: Der Radweg in Waldenau am Jappopweg bleibt. Vorerst. Im Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstagabend wurde kein Antrag gestellt, der einen Rückbau des erst vor zwei Monaten befestigten Fahrradstreifens fordert.

Das sah während der vergangenen Wochen noch anders aus: Die CDU bemängelte die Verkehrsführung und die Parkplatzsituation, die nun „unangenehm“ sei (unsere Zeitung berichtete). Vor allem dadurch, dass Autos „mitten auf der Straße parken“ und die Radfahrer zwischen Autos und Bürgersteig „hindurchfahren müssen“, so Carl-Eric Pudor (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Radweg muss weg, so die Forderung der CDU, zumal die Christdemokraten mit diesem Wahlversprechen in die Kommunalwahl gezogen waren, wie Jürgen Jacob (CDU) erinnerte.

Die Wellen schlagen also hoch. Kein Wunder, dass Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Pinneberg den Ausschuss besuchten. „Ich will mal den Wind rausnehmen“, sagte Matthias Walenda vom (ADFC) Pinneberg. Gleichzeitig appellierte er an die Politik, nichts Widerrechtliches zu tun, denn der Ausschuss habe den Radweg 2017 einstimmig beschlossen. Auch Bauamtsleiter Klaus Stieghorst bestätigte das im Ausschuss.

Pudor sah das anders. Die Maßnahme Jappopweg sei damals nicht mit dabei gewesen. Die Verwaltung sei beauftragt worden, Vorschläge zu machen. Die Stadtverwaltung hatte indes Nägel mit Köpfen gemacht und den Radweg gebaut, der zur sogenannten Veloroute 3 gehört.

„Die Stadt muss ein Interesse daran haben, Radfahren zu fördern“, sagte Walenda. In einem Positionspapier schreibt er: „Für Radfahrer ist der Jappopweg ein alternativloser Teil des Pinneberger Veloroutennetzes, denn er mündet in den Studelskamp, auf dem man bequem und zügig nach Schenefeld fahren kann, von wo aus man dann auch Anschluss an das Hamburger Veloroutennetz hat. „Es ist eine gute Maßnahme beschlossen worden“, so Stieghorst.

Doch die Politik sieht Regelungsbedarf. Auf der Ostseite gibt es teilweise keinen Fußweg, sondern einen Grünstreifen. Autos parken nun neben dem Fahrradschutzstreifen. „Es gibt Beschwerden der Anlieger, dass die Autos mitten auf der Straße stehen“, sagte Hans-Günter Petersen (Die Bürgernahen). Zudem ende der Radweg auf der Seite der Turnhalle. „Das macht keinen Sinn.“

Auch Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) sah Handlungsbedarf. Er schlug vor, den Fahrradweg großflächig deutlich zu machen beispielsweise mit Hilfe von Piktogrammen. Damit jeder weiß: „Hier ist eine Veloroute.“ Außerdem schlug er eine Ortsbegehung vor.

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