Kreis Pinneberg : Quo vadis Sportplanung?

Mehr als 70 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens in Pinneberg  hatten sich bereits im Februar des vergangenen Jahres in den Räumen der Sparkasse Südholstein zum ersten Stadtforum Sport getroffen.
Mehr als 70 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens in Pinneberg hatten sich bereits im Februar des vergangenen Jahres in den Räumen der Sparkasse Südholstein zum ersten Stadtforum Sport getroffen. Mehr als 70 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens in Pinneberg hatten sich bereits im Februar des vergangenen Jahres in den Räumen der Sparkasse Südholstein zum ersten Stadtforum Sport getroffen.

In Pinneberg wird im Februar erneut über ein Entwicklungskonzept beraten. Auch in Schenefeld tut sich was.

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07. Dezember 2014, 15:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Das Vorbild heißt Elmshorn. Seit 2011 gibt es in der Krückaustadt einen sogenannten Sportentwicklungsplan. Weit mehr als nur eine Bestandsaufnahme bestehender Sportstätten, dient dieser seither als Grundlage für eine bedarfsgerechte Sportplanung in Zeiten knapper öffentlicher Mittel. Ein ähnliches Konzept existiert seit 2011 auch in Tornesch.

Anderswo im Kreis hätte man gern, was es in diesen beiden Städten bereits gibt. Doch es läuft schleppend. Ein gutes Beispiel ist die Kreisstadt selbst. Mehr als 70 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens in Pinneberg hatten sich bereits im Februar des vergangenen Jahres in den Räumen der Sparkasse Südholstein zum ersten Stadtforum Sport getroffen. Dort fand der Beschluss, ein Sportentwicklungskonzept auf die Beine zu stellen, zwar überwältigende Zustimmung. Die optimistische Prognose einer Umsetzung bis Jahresende erfüllte sich jedoch nicht. Uwe Hönke, der Chef des Vfl Pinneberg, der in seiner vorherigen Position als Gechäftsführer des Elmshorner Männer-Turnvereins das dortige Papier mit auf den Weg gebracht hat, schlägt deshalb Alarm. „Wir müssen aufpassen, dass andere Kommunen uns nicht abhängen. In anderen Bereichen der Infrastruktur ist das bereits geschehen“, sagt er. Als Bremsklotz hatte sich insbesondere die Politik erwiesen, der betreffende Haushaltsposten in Höhe von 40.000 Euro angesichts klammer Kassen wurde mit einem Sperrvermerk versehen. „Ich setze darauf, dass diese Sperre im kommenden Jahr aufgehoben wird“, so Hönke dazu. Bei der Neuauflage des Stadtforums Sport am Sonnabend, 7. Februar, dürfte es deshalb hoch her gehen. Eingeladen sind auch diesmal nicht nur Vertreter von Sportvereinen, sondern auch Vertreter von Bildungseinrichtungen, Seniorenverbänden und verschiedenen Ämtern. „Der möglichst breite Ansatz ist entscheidend. Das Thema geht die gesamte Gesellschaft an“, sagt Karsten Tiedemann, der Geschäftsführer des Kreissportverbandes.

Auch in Schenefeld tut sich indes etwas. In der 18.000-Einwohner-Stadt hatte die Ratsversammlung Ende September die Aufstellung eines „Sportstättenentwicklungsplanes“ beschlossen – sehr zur Freude von Frank Böhrens, dem Geschäftsführer von Blau-Weiß 96 Schenefeld. „Bei uns zeigt sich heute schon ein Bedarf an Gymnastikräumen und Fußballflächen“, sagt der Vereinschef, der dies wie in dem Konzept vorgesehen gern durch eine unabhängige Agentur untermauert sehen würde. Ein neutraler Blick von außen: Auch darum geht es bei den Sportentwicklungsplanungen.

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