Quickborner zu Gast beim Papst

Ein kurzes Päuschen auf der spanischen Treppe. Die Quickborner und Pinneberger Ministranten genossen die Sightseeing-Touren durch Rom.
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Ein kurzes Päuschen auf der spanischen Treppe. Die Quickborner und Pinneberger Ministranten genossen die Sightseeing-Touren durch Rom.

Ministrant Jacob Fiack (19) von Wallfahrt zurück

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16. August 2018, 15:45 Uhr

Für zehn Jugendliche aus der katholischen Kirche St. Marien in Quickborn und Pinneberg ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Gerade einmal zwei Meter waren sie von Papst Franziskus entfernt, als dieser durch die Menge auf dem Petersplatz in Rom fuhr. „Es war eine richtige Volksfeststimmung. Alle haben gejubelt. Es war eine tolle Erfahrung“, sagte der 19-jährige Quickborner Jacob Fiack, einer der Teilnehmer an der Ministranten-Wallfahrt, nach seiner Rückkehr im Gespräch mit unserer Zeitung.

Unter dem Motto „Suche den Frieden und jage ihm nach“ pilgerten Zehntausende in die Hauptstadt von Italien. „Es waren spannende sieben Tage mit vollem Programm“, sagte der Messdiener. Gemeinsame Abendessen mit allen Ministranten aus dem pastoralen Raum Südholstein, Entdeckertouren durch die Stadt, Besichtigung der wichtigsten und geschichtsträchtigsten Orte in Rom, selbstverständlich auch der Besuch des Petersdoms und sogar eine Audienz mit dem Papst standen auf dem Programm der Quickborner und Pinneberger Ministranten. „Bei der Audienz hatten wir die Möglichkeit, Fragen zum Alltag oder Glauben zu stellen“, erklärte Fiack. Dabei besichtigte die Gruppe auch eine der sieben Pilgerkirchen, die Lateranbasilika. „Was ich gar nicht wusste ist, dass das der offizielle Sitz der Päpste ist“, berichtete Fiack erstaunt.

Auch typische Touristen-Ziele steuerten die Jugendlichen an: Das Amphitheater Kolosseum, die spanische Treppe und der Trevi-Brunnen gehörten dazu. Durch die Stadt führte sie Pfarrer Georg Bergner. In ihm hatten die jungen Ministranten den perfekten Reiseleiter gefunden. „Er hat in Italien studiert und kann fließend Italienisch sprechen“, sagte Fiack. Er war es denn auch, der den jungen Reiseteilnehmern typische italienische Restaurants mit den klassischen italienischen Speisen zeigen konnte. „Teilweise waren wir mit 43 Leuten essen. Das war schon gigantisch“, sagte er und lachte.

Auch der Ausflug nach Ostia zum Ausgrabungsgelände Ostia Antica hat ihn beeindruckt. Dort war die ursprüngliche Hafenstadt des antiken Rom und möglicherweise auch dessen erste Kolonie zu finden. „Das war besonders eindrucksvoll anzusehen“, sagte Fiack.

Der Höhepunkt der Reise war jedoch die Papstaudienz in der Vatikanstadt. „Die Menschen haben teilweise vier Stunden vorher schon in einer Schlange gestanden, um die besten Plätze zu ergattern.“ Um überhaupt auf den Petersplatz zu gelangen, mussten sie dabei durch eine Sicherheitskontrolle. Am Ende konnten die Gäste aus dem Kreis Pinneberg Plätze im zweiten Block ergattern. Doch einer kleinen Gruppe, darunter Fiack, reichte das nicht aus, und sie wanderten weiter nach vorne. „Dann ist er auf etwa zwei Meter an uns vorbeigefahren.“ Dabei sei Papst Franziskus wie ein Superstar gefeiert worden.

Das Fazit des jungen Ministranten: „Es ist wirklich schade, dass die Reise jetzt schon wieder vorbei ist. Ich wäre gerne länger dort geblieben.“ Außerdem sei es schön gewesen, weitere Ministranten aus der Umgebung der eigenen Kirchengemeinde zu treffen und die aus anderen Ländern kennen zu lernen. „Wir haben untereinander jetzt ein deutlich engeres Verhältnis, und das war auch eines der Ziele der Reise“, sagte Fiack. Ansonsten würde man sich nicht häufig sehen, da bei den Gottesdiensten immer nur zwei bis drei Ministranten anwesend seien.

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