Quickborner Märchen-Onkel liest Helene-Lange-Schülern vor

Bad in der Menge: Der Journalist und Autor Peter Jäger beantwortet die Fragen der Schüler.
Bad in der Menge: Der Journalist und Autor Peter Jäger beantwortet die Fragen der Schüler.

von
09. Juli 2018, 12:12 Uhr

„Wer von Euch hat sich schon einmal eine Geschichte ausgedacht und aufgeschrieben?“, fragte Peter Jäger 150 Schüler der Helene-Lange-Schule in Pinneberg. Der Quickborner Journalist und Autor war zu Besuch in der Grundschule, um den Kindern der zweiten und einer der beiden DAZ-Klassen (Deutsch-als-Zweitsprache) aus seinen Büchern vorzulesen. Er selbst habe erst relativ spät mit dem Schreiben von Büchern angefangen, erzählte der 78-Jährige seinem interessierten, jungen Publikum.

Sein erstes Buch, aus dem er den Grundschülern vorlas, „Vierbeiner auf Probe“, handelte von der neunjährigen Nele, die sich zum Geburtstag nichts sehnlicher als einen Hund wünschte. Auf die Idee hatten Jäger vor rund 30  Jahren seine zwei eigenen Töchter gebracht. Auch ein Mädchen der Helene-Lange-Schule erzählte, dass sie schon einmal eine Geschichte über einen süßen, flauschigen Hund geschrieben habe. Jäger erzählte den kleinen Geschichtenschreibern, wie er selbst immer wieder auf neue Ideen für seine Bücher komme und erklärte ihnen, was es mit einem Spannungsbogen auf sich habe. Als weiteres Buch stellte der sympathische Märchen-Onkel, wie er von Kollegen seines Verlages liebevoll genannt wird, eins seiner sieben „Schutzengel- Bücher“ vor. Jäger las von Piccolo und Donaldus, seinen zwei himmlischen Protagonisten, wie sie auf der Suche nach einem Glücksschwein waren.

In seiner Engel-Märchen-Reihe führen die beiden Hauptdarsteller offene Dialoge über menschliche Verhaltensmuster und geben damit immer wieder Denkanstöße für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt. Einen Nebenschauplatz in Jägers Geschichten nimmt die Sechstklässlerin Lisa mit ihren Freunden und ihrer Familie ein. Piccolo und Donaldus kennen sie bereits seit ihrer Kindergartenzeit. Zu seiner Lesung in der Helene-Lange-Schule hatte Jäger ebenfalls ein Mädchen aus einer sechsten Klasse mitgebracht. Die zwölfjährige Emilia Hausen unterhielt die Grundschüler zur Auflockerung mit musikalischen Einlagen am Klavier. Geübt und gefühlvoll begeisterte Emilia ihre jungen Zuhörer ganz besonders mit „Comptine d’un autre été“ von Yann Tiersen. Einige der Zweitklässler kannten den Soundtrack aus dem französischen, 2001 erschienenen Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ aus ihrem Musikunterricht und forderten von der nicht so viel älteren Pianistin aus Thesdorf prompt eine Zugabe.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen