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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 22:59 Uhr

Qualität zum Wohle der Kinder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zertifizierung „Bundesvereinigung evangelische Tageseinrichtungen für Kinder“ zeichnet Kitas aus / Gemeinde soll Prüfkosten mittragen

Zertifizierungen für die eigene pädagogische Arbeit an Kindergärten sind wie Guide-Michelin-Sterne fürs Restaurant: Schmücken sie das Entrée der Einrichtung, ist nichts wie vorher. Erzieher oder Gourmet-Götter müssen das Niveau halten und sich stets verbessern. Rellingens Leitungsspitze der kirchlichen Kitas Matthäus, Lukas und Johannes wissen um die Herausforderung. Und sind gerade deswegen überglücklich darüber, dass die „Bundesvereinigung evangelische Tagesreinrichtungen für Kinder“ (BETA) ihre pädagogische Arbeit offiziell würdigt.

Petra Oberrath (Kita Lukas), Thomas Engemann, Kerstin Wilms (beide Kita Johannes sowie Regina Voß (Kita Mattäus) haben mit ihren Teams bereits vor sechs Jahren damit begonnen, sich auf das Abenteuer einzulassen. Die zurückliegenden drei Jahre ging es dann ans Eingemachte. Zur Sichtbarmachung der Arbeit musste die Vorgabe von 40 Prozessen angegangen werden. „Es geht um Qualitätskriterien und Rahmenstrukturen, um die richtige Form der Personalgewinnung, um Maßnahmen wie interne Kommunikation und die allgemeine Zufriedenheit des Teams, der Kinder und Eltern“, beschreiben die Kita-Leiter die Hintergründe.

Jede Einrichtung hat dafür eine Qualitätsbeauftragte, die sich pro Woche jeweils mit zwei Stunden mit der Verbesserung des pädagogischen Profils auseinandersetzt. Im Kreis Pinneberg gibt es 28          Einrichtungen. „14 davon“, so Oberrath, „besitzen das Zertifikat, acht ein Gütesiegel. Die letzten sechs dürften im November diesen Jahres ausgezeichnet werden.“

Als Neuling werden die Kitas – wie beim Neuwagen und der Tüv-Termin – erst nach drei Jahren wieder auf Herz und Nieren geprüft. Dann folgt ein zeitlicher Abstand von zwei Jahren für die Kontrolle. Professionell vorgenommen durch die Firma proCum Cert GmbH Zertifizierungsgesellschaft aus Frankfurt am Main.

Dass das nicht umsonst ist, mussten die Kita-Leiter verkraften. Deshalb hegen sie große Hoffnung, dass künftig die Re-Zertifizierung eine feste Größe im Gemeindehaushalt bekommen wird. Denn es gehe schließlich um viel: Primär darum, die „Kitas als Bildungseinrichtung zu verstehen, die die erzieherische und bildungstechnische Grundlagen für den Übergang zur Schule schaffen“, betont das Quartett. Nicht mehr. Nicht weniger.

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erstellt am 28.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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