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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 03:18 Uhr

Quads für den Katastrophenfall

vom

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Zwei Quads, ausgestattet mit allem Notwendigen, um im Ernstfall unwegsame Gelände zu erkunden und nachrückende Kräfte einzuweisen, erhielten der Kreisfeuerwehrverband und der Barmstedter Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Dienstagabend von Landrat Oliver Stolz. "Diese Anschaffung ist landesweit einmalig", ist sich Rainer Röpcke vom Fachdienst für Sicherheit und Verbraucherschutz des Kreises Pinneberg, sicher. Die Fahrzeuge wurden durch Landesmittel finanziert. Die Instandhaltung, sowie die notwendige Sicherheitskleidung für die zukünftigen Fahrer werden durch den Kreis beglichen. Gemeinsam wurden so bisher 41 000 Euro investiert.

Beide Fahrzeuge sind für den Einsatz bei Katastrophen gedacht, sie sollen für die Erkundung von Einsatzstellen, die Einweisung von Einsatzkräften und beim Ausfall der Kommunikationstechnik als Meldefahrzeug eingesetzt werden. In der Vergangenheit gab es für diese Aufgaben zwei Enduro-Motorräder, die allerdings nicht mehr einsetzbar sind. Die Entscheidung für die Quads sei gefallen, da für sie kein gesonderter Führerschein nötig sei und es deutlich einfacher sei, diese Fahrzeuge im unwegsamen Gelände abzustellen, berichtet Röpcke. "Der Kofferaufbau lässt sich außerdem mit zwei Handgriffen abnehmen und dann kann eine Schaufeltrage zum Transport von Verletzten befestigt werden", so der Fachdienstmitarbeiter weiter.

Landrat Oliver Stolz zeigt sich begeistert: "Diese Dienstfahrzeuge werden sicherlich den ein oder anderen motivieren in die Feuerwehr oder das DRK einzutreten." Lachend ergänzt er mit Blick auf die beengte Situation in der Kreisfeuerwehrzentrale: "Was mir besonders gut gefällt ist, dass die neuen Fahrzeuge einen geringen Platzanteil in den Hallen einnehmen."

Kreiswehrführer Bernd Affeldt führte spontan mit Stolz hinter sich eines der Quads vor und hatte dabei sichtlich Spaß. "Das sind tolle Geräte. Gut, dass sie etwas größer als die Motorräder sind, damit auch etwas gezogen werden kann." Und er übergab das Fahrzeug sogleich an den Bereich Information und Kommunikation der Technischen Einsatzleitung. Günter Krüger, Rotkreuzbeauftragter im Kreis Pinneberg, wünschte den Einsatzkräften allzeit eine gute Heimkehr und zeigte sich ebenfalls begeistert von den neuen Gefährten. Die Fahrer der Quards werden demnächst eingewiesen, um sie auf die Besonderheiten zu schulen. Die ersten vier ausgebildete Fahrer gebe es bereits, so Affeldt.

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