Die „Appen Musiziert“-Stars im Interview : Publikumsliebling Mary Roos: „Die Wärme in Appen ist einzigartig“

Mary Roos gehört zu den Publikumslieblingen in Appen.
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Mary Roos gehört zu den Publikumslieblingen in Appen.

Sie half immer wieder mit, Künstler nach Appen zu locken. Im Interview erzählt die Sängerin unter anderem, wieso momentan „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ ihren Tagesablauf bestimmen...

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15. Juli 2015, 12:00 Uhr

Appen | Mary Roos ist einer der absoluten Publikumslieblinge bei „Appen musiziert“. Die Zuschauer lieben sie für ihre tollen Shows. Dazu kommt: Ihre Unterstützung beschränkte sich in den vergangenen Jahren nicht nur auf die Bühne. Sie half auch immer wieder mit, Künstler nach Appen zu locken. Deshalb darf Mary Roos bei der letzten Auflage von „Appen musiziert“ am Sonntag, 20. September, natürlich nicht fehlen. Im Interview mit dieser Zeitung berichtet die Sängerin unter anderem, was die Veranstaltung so einzigartig macht und wieso momentan „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ ihren Tagesablauf bestimmen...

Warum ist es Ihnen wichtig, „Appen musiziert“ zu unterstützen?
Mary Roos: Als mich die Organisatoren Rolf Heidenberger und Hans Scherer im Frühjahr fragten, ob ich am Sonntag, 20. September, zur großen Jubiläumsveranstaltung komme, habe ich natürlich spontan „ja“ gesagt, denn diese Benefizveranstaltung ist wohl einzigartig in Deutschland, da mehr als 100 Prozent des Erlöses zur Unterstützung schwerkranker Kinder und derer Angehöriger mit sehr viel Bedacht eingesetzt werden. So hoffe ich, dass die Spendenfreudigkeit auch diesmal wieder großartig ist und den Erlös der vergangenen Jahre noch toppt. Ich freue mich, meinen Beitrag dafür leisten zu dürfen.

Sie waren bereits dreimal in Appen dabei. Was ist in Erinnerung geblieben?
Was dieser relativ kleine Ort auf die Beine stellt, ist beeindruckend. Dass sich einfach alle an einer solchen Veranstaltung beteiligen, gibt es sonst wohl nirgendwo. Die Wärme und die Herzlichkeit, mit der die Künstler in Appen empfangen werden, sind ebenfalls einzigartig.

Wie würden Sie selbst Ihre Musik beschreiben?
Von Schlager bis Swing oder Chansons singe ich alles. Auch Theater habe ich schon gespielt. Ich passe in keine Schublade und habe ständig neue Ideen. Mein Leben ist immer bunt gewesen, und so soll es auch bleiben.

Sie präsentieren derzeit zusammen mit dem Kabarettisten Wolfgang Trepper das Programm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“. Was hat es mit dem Titel auf sich?
Der stammt von Heino. Er klagt immer, dass in seiner Garderobe Koks und Nutten sind, aber die frischen Erdbeeren fehlen. Natürlich ist das alles nur Spaß. Es ist aber der Gag schlechthin in der Show-Branche. Und weil wir das lustig finden, ist es der Titel unserer Show geworden.

Mary Roos stand bereits mit neun Jahren auf der Bühne und ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der  Musikszene. Ihr erster Hit in den Charts war 1970 „Arizona Man“. Als erste Deutsche trat sie im Pariser „Olympia“ auf und wird von den Franzosen noch immer als Chanson-Sängerin verehrt. Die Amerikaner luden sie als ersten und einzigen deutschen Gast in die Muppet-Show ein. Beim Grand-Prix vertrat sie Deutschland mit den Titeln „Aufrecht geh‘n“ und „Nur die Liebe lässt uns leben“.

Was erwartet die Besucher der Show?
Die Geschichte des deutschen Schlagers – mit ganz viel Humor erzählt. Ich finde es wichtig, dass man sich auch mal selbst auf die Schippe nehmen kann. Für mich ist die Show etwas ganz Neues. Zum Glück habe ich schon häufig Theater gespielt. Das kommt mir zugute. Was das Ganze leichter macht: Wolfgang Trepper und ich verstehen uns privat sehr gut und lachen über dieselben Sachen. Das ist immer eine gute Voraussetzung, um etwas gemeinsam auf die Bühne zu bringen.

Sie stehen bereits seit mehreren Jahrzehnten auf der Bühne. Wie hat sich das Showbusiness seitdem verändert?
Als ich angefangen habe, gab es zwei Fernsehsender. Wenn man früher etwas machte, haben das alle gesehen. Das ist längst nicht mehr der Fall. Die Vielzahl der Sender hat aber einen großen Nachteil. Man kann sich vieles nicht mehr merken. Wenn jede Woche auf irgendeinem Kanal ein neuer Superstar kommt, wird es schwierig. Das ist auch für die Künstler gefährlich, die dort mitmachen. Sie haben keine Chance, sich zu entwickeln.

Was ist Ihnen aus mehr als 50 Jahren im Musikgeschäft besonders in Erinnerung geblieben?
Da gibt es so viele Erlebnisse, dass es schwer fällt, etwas herauszuheben. Meine beiden Auftritte beim Grand Prix, die Einladung in die Muppet-Show, der Sprung auf internationale Bühnen neben Weltstars wie Barbra Streisand oder Jacques Brel – ich habe einiges hinter mir. Ich bin aber nicht der Typ, der wehmütig auf die Vergangenheit blickt. Ich lebe nicht im Gestern und gehe nicht mit dem hausieren, was ich früher einmal gemacht habe.

Karten für „Appen musiziert“ gibt es im Ticket-Center des A. Beig-Verlags in Pinneberg, Damm 9-19, sowie in den Geschäftsstellen in Elmshorn, Schulstraße 62-66, in Wedel, Bahnhofstraße 65, in Quickborn, Kieler Straße 80, sowie in Barmstedt, Reichenstraße 17. Telefonische Vorbestellungen sind unter 04101-5356233 möglich. Die Tickets kosten 15 Euro. Weitere Vorverkaufsstellen sind: Marens LaDiDa, Hauptstraße 24 in Appen, Edeka Jensen, August-Christen-Straße 6 in Barmstedt, Edeka Appel, Waldhof 3 in Ellerbek, Theaterkasse Konzert und Event, Kirchenstraße 8 in Elmshorn, Edeka Böge, Hauptstraße 37-43 in Halstenbek, Theaterkasse Moorrege, Wedeler Chaussee 26 in Moorrege, Edeka Bert Meyer, Dingstätte 5 und Saarlandstraße 65 in Pinneberg, Edeka Böge, Nienhöfener Straße 19a in Pinneberg, Marktkauf, Peiner Hag 1 in Prisdorf, Edeka Appel, Krupunder 2 in Rellingen, Edeka Böge, Hauptstraße 39 in Rellingen, Edeka Ermeling, Gerberstraße 1 in Uetersen, Edeka Jensen, Am Marienhof 3 in Wedel, Edeka Paulsen, Im Sande 2, in Holm.
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