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Sexueller Missbrauch : Psychotherapeut ab Montag auf der Anklagebank

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe wirft dem Mann, der bis 2011 in Quickborn eine Praxis betrieb, vor, Patientinnen gebeten zu haben, sich während der Sitzungen oben rum freizumachen. Anschließend habe er die Frauen an die Brust befummelt.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Am kommenden Montag ist Prozessauftakt: Dann wird sich ein Psychotherapeut, der seinen Beruf im Jahr 2010 in Quickborn ausübte, vor der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Itzehoe verantworten müssen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dem Therapeuten wird zur Last gelegt, sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses begangen zu haben. Wie Peter Müller-Rakow, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber dieser Zeitung erläuterte, werde dem Mann vorgeworfen, während Therapiesitzungen Patientinnen dazu aufgefordert zu haben, sich freizumachen, um sie dann an der Brust zu berühren. Zudem soll der Therapeut Fotoaufnahmen davon angefertigt haben.

Nachdem die Anschuldigungen Mitte 2011 bekannt geworden waren, hatte sich die Psychotherapeutenkammer an die Staatsanwaltschaft und an die Approbationsbehörde beim Kieler Sozialministerium gewandt. Die Behörde hatte daraufhin angeordnet, die Approbation ruhen zu lassen. Doch der Angeklagte reichte gegen diese Entscheidung Klage beim Verfassungsgericht ein – erfolgreich, denn er habe glaubhaft machen können, dass keine Wiederholungsgefahr bestehe, teilte Bernhard Schäfer, Vizepräsident der Psychotherapeutenkammer im Februar mit.

Sollte der Angeklagte vom Gericht schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft für jede Einzeltat. Allerdings wird in der Regel eine Gesamtstrafe verhängt.

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