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Schülerfirma aus Pinneberg : Prototypen gehen in Produktion

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Johannes-Brahms-Schüler bieten ihre hölzernen Begleiter für den Alltag wie Zeitschriftenhalter oder Schlüsselbretter im Dezember an. Homepage und Onlineshop von „Wooden Pal“ sollen bald fertig sein.

Zeitschriftenhalter, Schlüsselbrett, Utensilienbox, Blumenkasten – die Produktion ist angelaufen. Vier Prototypen haben die 17 Jugendlichen der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule (JBS) inzwischen fertiggestellt. Aus alten Europaletten hölzerne Begleiter für den Alltag zu fertigen und zu vertreiben – so lautet die Zielsetzung, seit sich der Nachwuchs entschlossen hat, für ein Planspiel die Firma „Wooden Pal“ zu gründen.

„Die Prototypen sind schon verkaufsfertig, und da wollen wir auch bald ran“, kündigt Geschäftsführerin Luca Beermann an. Fixe Termine gibt es bereits. An Nikolaus (6. Dezember) wird es die Produkte auf dem Schanzenflohmarkt in Hamburg zu erwerben geben, am 20. Dezember von 10 bis 18 Uhr in der Pinneberger Rathauspassage. Am 23. Dezember, von 10 bis 15 Uhr, werden die Jungunternehmer an gleicher Stelle in der Kreisstadt noch einmal ihre Ware anbieten. „Für Kurzentschlossene einen Tag vor Heiligabend“, sagt Luca und lacht.

Über reißenden Absatz würden sich die JBS-Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren naturgemäß freuen. Aber dafür müssen sie erst noch einige Stunden an der Werkbank aufbringen – vielleicht sogar mehr, als bisher angenommen. „Für ein Stück haben wir im Schnitt drei Stunden benötigt“, berichtet Höbke Loof vom Produktionsprozess. Die von der Baumschule Pflanzmich gelieferten ausrangierten Paletten auseinandernehmen, Nägel entfernen, Bretter ausmessen, zuschneiden, grob und fein schleifen, lasieren und zusammenbauen – es dauerte, bis ein Prototyp fertig war.

Dennoch: Alles lief rund, wie Höbke erklärt. „Keiner hat sich gedrückt. Wir haben an einem freien Tag von 8 bis 15.30 Uhr in zwei Gruppen gearbeitet.“ Um auf den Märkten nicht mit leeren Händen dazustehen, plant die „Wooden Pal“-Belegschaft nun mit zwei weiteren Produktionsterminen.

Wie viele Stücke sie fertigen werden, lassen sie indes offen. „Wir wollen das Maximum rausholen“, sagt Luca. Und wie viel Geld müssen Interessenten der handgefertigten Stücke mitbringen? „Die Preiskalkulation läuft noch“, hält sie sich zurück.

In der Entwicklung ist noch ein Brandzeichen, das den Produkten ihren Wiedererkennungswert verleiht. Voraussichtlich dann, wenn auch die Bestellung im Onlineshop möglich ist, soll die technische Umsetzung möglich sein. An der Umsetzung feilt Webmaster Levent Deniz. „Spätestens Anfang Dezember wollen wir mit woodenpal.de online sein“, kündigt er an. „Der Onlineshop soll nach Weihnachten fertig sein.“ Es wird also voraussichtlich eine produktive Adventszeit für die „Wooden Pal“-Belegschaft.

90 Anteilsscheine zu jeweils zehn Euro will „Wooden Pal“ verkaufen, um nötige Produktionsausgaben vorerst zu decken  – dabei  sind die Jugendlichen der Johannes-Brahms-Schule auf einem guten Weg. „Wir haben positive Rückmeldungen bekommen und bereits drei Viertel der Scheine verkauft“, berichtet Geschäftsführerin Luca Beermann erfreut. Wer die Schüler bei ihrem Planspiel finanziell unterstützen möchte oder weitere Informationen erhalten will, der nutze die E-Mail-Adresse woodenpal@web.de.
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