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Studie zur Familienpolitik : Professor schlägt Drei-Tage-Woche vor

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kinder wichtig für Wohlstand: Manfred Drews aus Tornesch will Geburtenrate durch weniger Arbeit steigern.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Junge Menschen bräuchten mehr Freizeit, wenn es für sie attraktiv sein sollt, eine Familie zu gründen. Dies betont der Tornescher Manfred Drews, emeritierter Professor des Instituts für Betriebswirtschaft und Marktforschung der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Kiel, in seiner Studie „Freiheit für Familie – Ihr Weg aus Deutschlands Armutsfalle“, die er vor kurzem veröffentlicht hat. „Jeder Teilnehmer eines Marktes verpflichtet sich oder wird per Gesetz oder Tarifvertrag verpflichtet, eine bestimmte Wochenarbeitszeit nicht zu überschreiten. Das könnte nach meiner Einschätzung die Drei-Tage- beziehungsweise 24-Stunden-Woche sein“, heißt es darin.

Für den Wohlstand einer Gesellschaft sei es notwendig, dass ausreichend Kinder geboren werden. Derzeit seien es in Deutschland 1,4 pro Paar. „Wenn jede Generation bei der konstant niedrigen Rate um 30 Prozent schrumpft, dann ist unsere Gesellschaft in 200 Jahren ausgestorben“, heißt es in der Studie. Vor diesem Hintergrund könne die Altersvorsorge, wie sie organisiert ist, nicht funktionieren. Die 20- bis 40-Jährigen müssten also mehr Kinder bekommen. Doch dafür bräuchten sie mehr Zeit und die Unterstützung – auch in finanzieller Hinsicht – ihrer Eltern.

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