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Vier Ladys und ein Genereal : Premiere - Theater Schenefeld begeistert mit „Feine Herrschaften“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Theater Schenefeld begeistert mit „Feine Herrschaften“ von Peter Coke im Forum. Weitere Aufführungen ab 10. Juni.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Eine Gesangslehrerin, ein General und eine etwas seltsame Porzellanverkäuferin haben bei der Premiere „Feine Herrschaften“ für Furore gesorgt. Die Schenefelder bewiesen bei der Aufführung einmal mehr, das Gebiet der englischen schwarzen Komödie meisterhaft zu beherrschen. Die unter der Regie von Michael Matthiesen und Karin Niß spielenden Schauspieler verkörperten die egozentrischen Charaktere der Komödie des Briten Peter Coke auf einmalige Art und Weise. Mit fortwährender Spieldauer nahm das von den Schenefeldern bereits vor 28 Jahren aufgeführte Stück rasant an Fahrt auf.

Das Bühnenbild versetzte das Publikum in das London der 50er Jahre Manfred Laudan und Christine Jacob sorgten mit unzähligen Accessoires für ein authentisches Ambiente. Ein Sekretär, Gemälde von Queen und Pferden, Sofa im Blümchenmuster und weitere Details entführten den Zuschauer in den Salon der von Birte Giesel verkörperten Lady Appleby.

Giesel war die Rolle der burschikosen Zimmervermieterin förmlich auf den Leib geschrieben. Mal launisch, mal liebenswert setzte sie sich für die Wohltätigkeit an Minderbegüterten ein. Unterstützt wurde sie dabei von ihren Mietern und ihrer Freundin Alice Miller, gelungen verkörpert von Andrea Matthiesen.

Die feinen Herrschaften vereinen vielseitige Interessen und hohe Ideale. Als sie aus Dankbarkeit gegenüber Lady Appleby deren rückfällig gewordenes Dienstmädchen aus dem Zuchthaus retten wollen, entdecken sie eine gemeinsame kriminelle Ader. Mit unerschöpflicher Energie entwickeln sie nach dem Vorbild des Nationalhelden Robin Hood eine Strategie zur Geldbeschaffung. Gemeinsam liefern sie zündende Ideen für die Machenschaften rund um Operationen namens „Hermelin“ und „Zobelpelz“. Andrea Krohmer hauchte der Rolle der Gesangslehrerin Nanette Perry Leben ein. Mit Schleife und Stöckelschuhen wirbelte sie über die Bühne. Perrys gestelzt amerikanischer – wie französisch klingender Akzent – leistete einen wertvollen Beitrag zum Wohltätigkeitsprogramm. General Albert Brain alias Klaus-Peter Fischer präsentiert sich vorerst mit bezaubernd altmodischer Höflichkeit, um später als glänzender Stratege im Zuge der „großen gemeinsame Aktion“ wertvolle Beiträge zu leisten.

Profi-Schauspielerin Katja Lahmann läuft als Elisabeth Hatfield zu Höchstform auf. Die Nervositätsanfälle der verschrobenen Jungfraugehören zu einem der Höhepunkte. An der Ausstattung wie opulenten Blumenhüten, Tweed-Anzug, Rüschenbluse und Petticoat-Kleid wurde nicht gespart. Müssen die Ladys und der General doch noch hinter Gitter als Scotland Yard auftaucht? Nur soviel sei gesagt: Man sollte sich die Lösung des Falls nicht entgehen lassen.

Aufführungstermine sind am 10. und 11. Juni jeweils um 19.30 Uhr sowie am 12. Juni um 18 Uhr. Kartenreservierung: www.theater-schenefeld.de und 04101-606141.
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