Premiere in Kummerfeld

Drachen selber basteln: Das bot der Drachenclub Flattermann den Besuchern an.
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Organisatoren verbuchen erste Ausgabe des Kummerfelder Kulturfestes als Erfolg / Weitere Veranstaltungen geplant

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04. September 2018, 16:14 Uhr

Zum ersten Mal lud der Kummerfelder Kulturkreis (KuKuK) am vergangenen Wochenende zum Kummerfelder Kulturfestival ein. Das Programm war breit gefächert und reichte von einem Samba Esemble und Taiko Drums über das Sprachcafé für Flüchtlinge mit Kulinarischem und Aktivitäten bis hin zu Autor Peter Granzow, der aus seinem Buch „Salim – ein syrischer Flüchtling bei mir zu Gast: Eine wahre Geschichte“ las. Das „Almost-Pop“-Konzert am Sonnabendabend war bereits im Vorfeld ausverkauft. Auch die Judo-Kids des VfL Pinneberg präsentierten vor Zuschauern ihr Können.

Organisatorinnen des Festivals waren Anja Kühnbaum und Heidi Guhr vom Kummerfelder Kulturkreis (KuKuK), die von einem 24-köpfigen Team unterstützt wurden. „Am Anfang haben wir gezweifelt, ob das Festival überhaupt angenommen wird und dass in der alten Grundschule nichts los ist, weil sie so abgeschieden ist“, berichtete Kühnbaum. Diese Befürchtungen erwiesen sich jedoch als unbegründet. Auch von den ausstellenden Kunsthandwerkern habe es durchweg positives Feedback gegeben.

Entstanden war die Idee aus einer ursprünglich geplanten „Jeder-kann-mitmachen“-Aktion, aus der am Ende nichts wurde. „In einem Anflug des Wahnsinns habe ich dann Anfang des Jahres die Leitung des Projekts übernommen, ohne richtig zu verstehen, worauf ich mich da eingelassen hatte“, erinnert sich Kühnbaum lachend. Die Teamarbeit habe jedoch gut funktioniert, da nach einem ersten Ideen-Sammeln, jeder im Team eigene kleine Projekte übernommen hätte.

Einige Besucher kamen auch von weiter weg extra nach Kummerfeld, um sich das Kulturfest anzusehen. Wie Harald und Jutta Ahrendt aus Hamburg mit ihrer Enkelin Greta. Die ehemaligen Kummerfelder sahen sich den Kinderchor, die Taiko Drums Gruppe Kion Dojo aus Hamburg Altona, den Auftritt der Big Band, die Chronik-Ausstellung und den Handwerkermarkt an und konnten sich gar nicht recht entscheiden, was ihnen davon am besten gefallen hatte. Für Greta stand das jedoch fest: eindeutig die Big Band der Johannes-Brahms-Schule unter der Leitung von Bernd Treumann, die unter anderem bekannte Lieder wie die James-Bond-Titelmelodie oder die Sesamstraße spielte.

Auch Christian und Angela Dittloff gefiel das Festival sehr gut. „Man merkt, wie viel Liebe und Geduld hinter all dem steckt“, berichtete die Kummerfelderin. Ihr habe der Handwerkermarkt und die Taiko Drums besonders gefallen, auch das Essen sei sehr gut gewesen. Ihrem Mann gefiele die Vielfalt des Programms und er freue sich sehr, dass das Festival so gut angenommen wurde. „Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass wir eine Big Band haben. Es war toll, das zu erfahren und die Schüler zu hören. Dieses Festival ist ein absolutes Muss“, findet Dittloff.

Monika Linnebur aus Prisdorf gefiel natürlich der Kinderchor am besten, in dem ihre Tochter Sofie mitsang. Das Programm fand sie sehr abwechslungsreich, so viel habe sie gar nicht erwartet. Alles in allem bekäme das Festival eine eins plus mit Sternchen, gerade, weil es das erste Mal stattfand.

Die KuKuK-Vorsitzende Heidi Guhr und Anja Kühnbaum sind sich einig, dass es ein zweites Kulturfestival geben soll, voraussichtlich jedoch erst in zwei Jahren, da es ein riesiges Kulturangebot im Kreis Pinneberg gebe. „Wir müssen das alles aber erstmal sacken lassen. Für uns war es eine gelungene Veranstaltung, die zwar anstrengend war, aber sehr viel Spaß gemacht hat“, resümiert Guhr am Ende der Veranstaltung.

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