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Frauenpower und Champagner : Premiere im Pinneberger Forum Theater

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberger Forum Theater feiert mit seinem neuen Stück Premiere. Komödie „Honigmond“ begeisterte das Publikum.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Drei beziehungsgescheiterte Frauen, Heilig Abend und jede Menge Champagner – das ist die Ausgangssituation des Stücks „Honigmond“ vom Österreicher Gabriel Barylli, mit dem das Pinneberger Forum Theater vergangenen Sonnabend erfolgreich Premiere feierte. Gleichzeitig war es das Stück zum 20-jährigen Bestehen des Theatervereins, der am Sonntagnachmittag mit geladenen Gästen in der Ernst-Paasch-Halle feierte. Die war auch bei der Premiere gerammelt voll, die Gäste kamen aus Hamburg, Itzehoe und sogar Frankfurt.

Worum geht’s? Therapeutin Christine Kowalsky (Meike Wieckhorst) ist vermeintlich glücklich geschieden und lebt in einer WG mit Linda Rosenbaum (Anna Katharina Bonkewitz), die trotz Verlobung mit diversen Männern anbändelt. Zu Weihnachten wird Christines Freundin Barbara (Katja Korinth) mit Vorzeige-Ehemann Manuel erwartet, doch es kommt anders: Barbara steht allein vor der Tür und auch Linda wird enttäuscht, nach einem Streit ist ihre Verlobung Geschichte. So finden sich die drei Damen wohl oder übel allein unterm Weihnachtsbaum wieder und haben nichts zu tun als tief ins Glas zu schauen und das Phänomen Mann genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird liebevoll jedes Klischee mitgenommen und erörtert, warum Rock Hudson der letzte Gentleman war, und selbstkritisch beobachtet, ob „frau“ schon wie Mama ist.

Unterbrochen werden sie dabei von Anrufen ihrer Verehrer – dem jodelnden Skileher Gerard (Lars Korinth), Toni (Wolf Matthias Köller), der jedes italienische Restaurant der Stadt kennt, Christines Ex-Mann (Michael Koletzki) sowie einem anonymen Anrufer (Olaf Hebisch).

Die drei Darstellerinnen Wiekhorst, Bonkewitz und Korinth glänzten in ihren Rollen als geschiedene Therapeutin, männervernaschender Vamp und verklemmte Ehefrau „im zweifach gewickelten Schottenrock“. Den Wortwitz des Stückes brachten sie auf den Punkt und kleine Textpatzer wurden mit Humor übergangen. Susanne Hirtenfelder setzte die schrulligen Charaktere in ihren Kostümen vom paillettenbesetzten kleinen Schwarzen bis zum Jogginganzug herrlich in Szene, genauso wie Gisela Schramms Bühnenbild mit schiefer Tanne, Schminktisch und Männerkalender.

Doch zu lachen haben bei diesem Stück natürlich nicht nur Frauen: „Ich wollte kein typisches Frauenstück, das auf die Männer herabblickt, sondern eins mit Augenzwinkern“, erklärte Regisseurin Kirsten Sörensen. Deshalb habe sie sich auch mit Lars Korinth einen Mann als Regieassistenten an die Seite geholt. Das Konzept ging auf, Männer und Frauen lachten gleichermaßen herzlich über die Gefühlsverwirrungen auf der Bühne und Sörensen war hoch zufrieden mit der Premiere.

Weitere Aufführungen sind am Freitag und Sonnabend, 27. und 28. Februar, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr. Karten kosten zehn Euro und ermäßigt 7,50 Euro an der Abendkasse. Erhältlich auch im Bücherwurm, Dingstätte 24, zuzüglich Vorverkaufsgebühr.
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