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Premiere am Sonntag: Erstwähler informieren sich über Urnengang

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erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn/Wedel/ Kreis Pinneberg | "Gehe ich am kommenden Sonntag zur Kommunalwahl? Und wenn ja: Was soll ich wählen?" Diese Fragen stellen sich wahrscheinlich viele Erstwähler. Und so kamen einige Kandidaten der CDU, der SPD, der FDP und der Grünen in Quickborn auf die Idee, Schüler der beiden Gymnasien und der Regionalschule in den Musikraum der Heidkamp-Realschule einzuladen, um auf ihre Fragen zum anstehenden Urnengang zu antworten. Letztlich hatten sich knapp 20 junge Menschen in der Bildungseinrichtung eingefunden, die sich die politischen Ziele der einzelnen Parteien vortragen ließen. Moderiert wurde die eineinhalbstündige Veranstaltung von Nora Dornis, Oberstufenschülerin des Elsensee-Gymnasiums. Bei der Debatte ging es vor allem um die Kommunalpolitik der Eulenstädter. Man versuchte zu vermitteln, dass es um die Politik vor Ort gehe - und wer für den Bau von Schulen, Kindertagesstätten und Sportanlagen zuständig sei. Auch über die Einnahmen und Ausgaben sowie den Schuldenstand der Stadt wurde gesprochen. Anschließend ludt die Politik die Jugendlichen ein, an Ausschusssitzungen und Ratsversammlungen teilzunehmen, um besser über laufende Projekte in ihrer Stadt informiert zu sein. Kurz entfachte sich eine Diskussion, als es um das Y-Modell - also G 8 und G 9 - am Elsensee-Gymnasium ging und warum dies am benachbarten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nicht möglich sei. Auch die Debatte um die Ortsteilverbindungsstraße mit oder ohne Gronauquerung wurde angesprochen.

Nicht nur Politiker, sondern auch die Kreisverwaltung informiert seit Wochen über die bevorstehenden Kommunalwahlen. So hat Marc Trampe, Sprecher der Pinneberger Kreisverwaltung, mittlerweile zirka 1000 Schüler in Form von 90-minütigen Vorträgen über die Bedeutung des Urnengangs in Kenntnis gesetzt. "Das Interesse der Schulen und das der Schüler war sehr hoch", sagte Trampe im Gespräch mit dieser Zeitung. "Vielen war gar nicht so bewusst, dass kommunalpolitische Entscheidungen unseren Alltag prägen."

Direkte Betroffenheit durch kommunalpolitische Entscheidungen fördere das Interesse der Schüler, bemerkte auch Peter Lück, Oberstufenleiter und Wirtschaftspolitiklehrer am Johann-Rist-Gymnasium Wedel. "Einige sind sehr interessiert, andere passiver", stellt er fest. Grundsätzlich stehe das Thema Wahlen im Zusammenhang mit dem politischen System der Bundesrepublik auf dem Lehrplan der Oberstufe. Aktuelle Wahlen bieten Ansätze, um das Prinzip der Wahlen zu erläutern. So besuchten Vertreter der Partei-Jugendvereinigungen den Unterricht und die Schüler interviewten Partei-Vertreter zu Inhalten ihrer Programme. Alle Informationen zu den Kommunalwahlen am Sonntag fasst die Redaktion dieser Zeitung in ihren Ausgaben am Freitag und Sonnabend, 24. und 25. Mai, ausführlich zusammen - inklusive Vorstellung der Wahlzettel.

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