Praktisches Lernen über Berufe

Die Schüler Finn (von links), Jonas, Lars und Lasse bastelten aus Lego das computergesteuerte Modell einer Fräsmaschine.
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Die Schüler Finn (von links), Jonas, Lars und Lasse bastelten aus Lego das computergesteuerte Modell einer Fräsmaschine.

Kooperation zwischen Schule, Firma und Uni Kiel

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05. Juli 2018, 16:00 Uhr

In einer Ecke schrauben Schüler eine Vitrine zusammen, an einem Tisch werkeln vier Schüler an einem Lego-Modell, wieder andere sitzen am Tablet und verpassen ihrem Kurzfilm über den Weg vom Auftrag bis zum fertigen Werkstück den letzten Feinschliff. Was zunächst danach aussieht, als arbeite jede Gruppe an einem anderen Projekt, gehört zusammen: „Die 9. Klassen können sich Naturwissenschaften als Wahlpflichtfach aussuchen. Diesmal war das Thema angewandte Informatik“, erläutert Fachlehrer Oliver Kanand.

38 Schüler entschieden sich für das Fach und beschäftigten sich daraufhin auch mit Berufen, die es in diesem Bereich gibt. An diesem Punkt kommt dann das „PANaMa“ ins Spiel. Die Abkürzung steht für „Perspektiven am Arbeitsmarkt mit Naturwissenschaften und Mathematik“ und soll Jugendlichen bereits in der Schule Berufe näher bringen, die in ihrer Region ausgebildet werden. Mit der Bönningstedter Firma Mohr fand die Schule einen Kooperationspartner, der Praktika und Betriebsbesichtigungen anbot.

Die Bönningstedter Schüler wählten den Ausbildungsberuf des Feinwerkmechanikers. „Ich habe zwei Wochen lang ein Praktikum bei der Firma Mohr gemacht“, berichtet Finn. Daraufhin baute er mit drei Schulkameraden das Modell einer computergesteuerten Fräsmaschine aus Lego nach. „Alles ohne irgendwelche Anleitungen“, betont der Schüler. Mit vier Motoren ausgestattet, die unterschiedliche Werkzeuge steuern, fräst der Bohrkopf nach und nach Partikel aus dem Werkstück aus Steckmoos.

Andere Schüler informierten sich über die Arbeitszeiten, die Weiterbildungsmöglichkeiten und ausbildenden Unternehmen. Ihr Wissen haben sie auf Schautafeln zusammengetragen, die im nächsten Schritt in die Vitrinen montiert werden.

Carolina und Annamaria montieren derweil Zahnräder auf eine der Schautafeln. „Hier sollen Bewerber die Frage beantworten, welches Zahnrad sich in welche Richtung drehen wird“, erklärt Annamaria. Auch diese Tafel wird ausgestellt.

Für Ausbilder Roman Partsch von der Firma Mohr ist die Kooperation mit der Schule ein großer Glücksfall: „Das ist eine einmalige Chance, die Schüler für unseren Beruf zu begeistern“, sagt er. Wer guten Nachwuchs für die Berufe im Handwerk gewinnen wolle, müsse aktiv etwas dafür tun. „Wir rekrutieren aktiv – die Hände in den Schoß zu legen, können wir uns nicht erlauben“, betont der Ausbilder-

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