zur Navigation springen

Kampf den Gaunern und Ganoven : Präventionstag in der Rathauspassage in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Besucher der Veranstaltung sind gut vorbereitet. Die Polizei rät bei Spendensammlern und Fremden an der Haustür zu einem „gesundem Misstrauen“.

Pinneberg | Drogen, Einbrüche, Gewaltprävention, Mobbing – das Spektrum der Fragen an Carsten Wegner aus dem Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Segeberg war am vergangenem Sonnabend vielfältig. In der Rathauspassage beantwortete er zusammen mit seinem Kollegen Jörg Mangelmann im Rahmen des „Präventionstags“ die Fragen der Pinneberger Bürger.

„Es gab viele Einbruchsfragen und die Leute wollten wissen ,Wie bekomme ich mein Haus besonders sicher’“, erläuterte Wegner. Er demonstrierte anhand eines Musters die neue Pilzverzapfung für Fenster, die den Einbruchsschutz verbessern soll. „Viele haben sich schon im Vorfeld mit den Thema auseinandergesetzt. Das hat man an den Fragen gemerkt“, erläuterte Wegner. Terrassentüren und Fenster seien für Diebe oftmals die einfachsten Möglichkeiten, um in Wohnungen einzusteigen – vor allem gekippte Fenster. Daher riet Wegner: „Das Fenster muss zu sein. Auch wenn man nur mal kurz das Haus verlässt.“

„Wir wollen nicht nur helfen, wenn etwas passiert ist, sondern bereits Präventionsarbeit leisten – damit die Menschen frühzeitig wissen, wo sie Hilfe bekommen und gar nicht erst zum Opfer werden“, sagte Werner Westerhoff, Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rats (KPR). Er hatte den „Präventionstag“ anlässlich des bundesweiten „Tags der Einbruchssicherheit“ maßgeblich organisiert. „In der heutigen Form findet er das erste Mal statt“, sagte Westerhoff. Veranstaltungen zum Thema Einbruchsprävention habe es bereits fünfmal gegeben.

„Wir wollen nicht nur helfen und aufklären, sondern solche Veranstaltungen auch für Vernetzungsgespräche nutzen, um neue Partner dazuzugewinnen“, sagte Westerhoff. „Wir verstehen uns auch als Lotsen in einem Netzwerk“, ergänzte Harmut Tank vom Weißen Ring, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kriminalitätsopfer zu unterstützen. Darüber hinaus präsentierten der Jugendschutz Kreis Pinneberg, die Schulallianz, das Frauennetzwerk Pinneberg, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt sowie der Verbund Pinneberg ihre Arbeit. „Wir haben aktuell 25 Mitglieder und versuchen Menschen, die zu uns kommen, den bestmöglichen Ansprechpartner zu vermitteln“, erläuterte Westerhoff.

Zu der derzeitigen Häufung von Betrugsversuchen – Spendensammlung im Namen der Feuerwehr, Enkeltrick (diese Zeitung berichtete), konnte Wegner keine konkreten Zahlen nennen, gab aber eine Empfehlung: „Grundsätzlich ist eine gewisse Skepsis angebracht. Wenn jemand an der Haustür nach Spenden fragt, kann man nach dem Ausweis fragen. Zudem sollte man nicht zwingend an der Haustür spenden – vor allem keine großen Beträge.“ Bei seriösen Spendensammlern könne man sich zudem oft Formulare für eine Banküberweisung geben lassen. Sein wichtigster Rat: „Man sollte keinen Fremden in die Wohnung lassen. Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich.“ Sollte man im eigenen Umfeld Personen bemerken, die sich auffällig verhalten, rät er dazu, die Polizei anzurufen. „Für uns ist es wichtig, dass uns die Bürger soetwas mitteilen. Wir fahren lieber einmal zu viel raus als dass etwas passiert. Das ist schließlich unser Job.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 14:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen