Freiwillige Feuerwehr : Positive und kritische Töne während der Jahreshauptversammlung der Schenefelder Feuerwehr

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) verlieh Björn Rickmann das Brandschutzehrenzeichen in Silber.
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Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) verlieh Björn Rickmann das Brandschutzehrenzeichen in Silber.

Wehrführer Tomas Berens lobte das „sensationelle Miteinander“. Der Leiter der Polizei kritisierte, dass sich „leider auch falsche Nachrichten“ in den sozialen Medien schnell verbreiteten.

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29. Januar 2018, 12:30 Uhr

Schenefeld | Zur Jahreshauptversammlung hatte die Feuerwehr Schenefeld ins Gemeinschaftshaus der Feuerwache für Freitagabend eingeladen. Wehrführer Tomas Berens geleitete durch den Abend, sprach viel Anerkennung aus, betonte in seiner Abschlussrede auch das „sensationelle Miteinander“ in der Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger Michael Schulz.

Nach der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit, trug Schriftführer Oliver Muras den Jahresbericht vor. Eine Meldung, die das Jahr prägte, war die Suche nach Knochenmarkspendern für die ehemalige Jugendfeuerwehrkameradin Paula. „Wir luden Mitarbeiter der DKMS ein, die ein Konzept und Ideen sowie ehrenamtliche Helfernetzwerke mitbrachten. Faszinierend war die positve Eigendymnamik, die dann losbrach. Paula fand einen Spender aus einer vorigen Aktion, die Schenefelder Teilnehmer werden andere Leben retten“ so Muras. Ein Zeichen anderer Art sei im August gesetzt worden, als die Rauchsäule des im Vollbrand stehenden Racket-Centers über Hamburg und Pinneberg hinaus sichtbar war. Mit einer Schweigeminute wurde des „Feuerwehr-Urgesteins Herbert Lüdemann gedacht.

Sichtlich gerührt war Schenefelds Bürgermeisterin, Christiane Küchenhof (SPD), als sie für ihr „über das Maß hinaus gehende Engagement für die Belange der Feuerwehr“ die Silberne Eherennadel des DFV erhielt. Außer sehr viel Lob für die getätigten Einsätze schlug Jan Wittig, Leiter der Polizei Schenefeld, kritische Töne an. Insbesondere im Zusammenhang mit den sozialen Medien wie Facebook, über die sich „leider auch falsche Nachrichten“ in Windeseile verbreiten würden und so eine schädliche Eigendynamik entstehen könne. Die Handynutzung sei „Segen und Fluch“ zugleich, so Wittig weiter.

Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski sprach ebenfalls ihre Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr aus: „Alle Herausforderungen wurden gemeistert. Sie garantieren rund um die Uhr Sicherheit“.

Wahlen: Andreas Rottgardt, Joachim Oentrich und Andreas Plump (Gruppenführer), Thorsten Grunwald und Joachim Sagemann (stellvertretende Gruppenführer), Benjamin Jopke (Revisor)

Aufgenommene Anwärter: Dennis Stracke, Michael Stricker und Jan-Philip Axel.

Beförderungen: Oberfeuerwehrmann: Benjamin Jopke, Mirko Kvestak. Hauptfeuerwehrmann: Timo Jessen, Steven Landwehr und Till Voss. Oberlöschmeister: Helge Kudenholdt. Hauptlöschmeister: Marco Rittgerodt.

Ehrungen: 10-Jähriges Jubiläum: Oliver Raack, Daniel Rump und Dennis Stracke. 20-Jähriges: Thorsten Grunwald, Dennis Müller und Jörn Reifschläger. 30-Jähriges: Marco Rittgerodt. 40-Jähriges: Karl Schenk. Brandschutzehrenzeichen in Silber: Torben Gabriel, Björn Rickmann und Veit Wunderlich. Branschutzehrenzeichen in Gold: Andreas Rottgardt. Das Ehrenkreuz in Gold der erhielt Michael Schulz

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