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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 14:41 Uhr

Positive Bilanz nach Xaver

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kreis Pinneberg: Weniger Feuerwehreinsätze als bei Orkan Christian / Aber: Bis heute Ausfälle im Bahnverkehr

Orkan Xaver hat den Kreis Pinneberg in Atem gehalten – wenn auch nicht so stark wie erwartet. Für die Kräfte der Feuerwehr standen weitaus weniger Einsätze an, als beim Vorgänger-Orkan Christian im Oktober. Im Vergleich fegte Xaver zwar deutlich länger durchs Kreisgebiet, mit 209 Einsätzen waren es bis gestern 10 Uhr aber etwa halb so viele, wie bei Christian.

Ein 36-Jähriger wurde gestern Morgen bei einem Unfall auf der A 23 leicht verletzt: Der Uetersener überschlug sich mit seinem Wagen auf Höhe der Anschlussstelle Pinneberg-Nord. Nach Aussage der Polizei war der Fahrer während eines Graupelschauers zu schnell unterwegs.

„In vielen Orten des Kreisgebiets sicherten die ehrenamtlichen Kräfte Hausdächer, räumten Absperrungen beiseite und zersägten umgestürzte Bäume, die teilweise auch auf Häusern oder Autos lagen“, berichtete Kreisfeuerwehrsprecher Michael Bunk. Mehrere Dächer wurden abgedeckt und Bäume stürzten um. In Uetersen durchschlug ein Baum das Dach eines Wohnhauses – die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon.

Den Helfern in der Kooperativen Rettungsleitstelle (KRLS) in Elmshorn kam die Vorbereitung und die Erfahrungen mit Orkan Christian zugute. „Das Zusammenspiel aller Einheiten hat sehr gut funktioniert“, resümierte Leiter Stephan Bandlow. Landrat Oliver Stolz dankte allen Hilfskräften: „Mit ihrem hohen Engagement und der professionellen Abwicklung dieser Unwetterereignisse haben alleKräfte eindrucksvoll gezeigt, dass der Kreis Pinneberg sehr gut aufgestellt ist.“

Aus Sicht der Försterei Kummerfeld, die für einen Großteil des Kreisgebiets zuständig ist, waren die Baumschäden mit denen von Orkan Christian vergleichbar, sagte Revierleiter Ditmar Langer. Er riet allerdings, die Wälder derzeit zu meiden. „Es gehen noch Gefahren von einigen Bäumen aus“, so Langer.

Der Bahnverkehr im Kreisgebiet war den ganzen gestrigen Tag beeinträchtigt. Die Strecke Kiel – Hamburg war wegen Sturmschäden zwischen Pinneberg und Elmshorn gesperrt, zwischen den beiden Städten wurden Busse eingesetzt. Reisende von und nach Kiel oder Neumünster mussten die Züge über Lübeck und Bad Oldesloe nutzen. Ab heute soll dort ein Gleis wieder zur Verfügung stehen. Auch auf der Strecke der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) kam es zu Beeinträchtigungen. Auf der Strecke Hamburg-Altona nach Westerland kam es zu Zugausfällen und Verspätungen.

Im ganzen Land gab es für die Rettungskräfte etwa 2000 Einsätze. Dabei gab es nur wenige Verletzte. In Hamburg löste der Orkan die zweithöchste Sturmflut seit 1976 aus, der Hafen war teilweise gesperrt. Diverse Flüge wurden gestrichen. Seiten 3, 6, 9, 18, 19, 20

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