Popcorn, Matjes und „Fack ju Göhte“

Popcorn und Getränke gab es bei Matthias Kurre (von links), Daniel Brouwer und Jonas Gerlinger vom Round Table 27.
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Popcorn und Getränke gab es bei Matthias Kurre (von links), Daniel Brouwer und Jonas Gerlinger vom Round Table 27.

Open-Air-Kino lockt etwa 1500 Besucher auf den Drosteiplatz / Round Table 27 sammelt Geld für Projekt „Fruchtalarm“

shz.de von
27. August 2018, 00:00 Uhr

Die Gartenstühle und den Klapptisch geschultert suchten Alex Stein, Andrea Jedro, Susanne und Stefan Neubert am Sonnabend nach dem perfekten Platz beim Open-Air-Kino auf dem Drosteiplatz. Gut eine Stunde vor Beginn des Films „Fack ju Göhte 3“ hatten sie die freie Auswahl und entschieden sich für die linke Seite des Platzes.

„Wir sind bestens vorbereitet“, sagte Susanne Neubert. Tisch und Stühle wurden extra für den Kinobesuch neu gekauft. Doch hatten die vier noch mehr mitgebracht, wie Freundin Andrea Jedro aufzählte: Sangria, Eiswürfel, Matjesbrötchen, den mallorquinischen Kräuterlikör Túnel de Mallorca, Salzstangen, Schokolade, Desinfektionstücher und Rommé-Karten. Rommé-Karten? „Klar. Bevor der Film losgeht, spielen wir noch eine Runde“, sagte Jedro. „Wir sind immer bestens vorbereitet“, ergänzte Susanne Neubert, und dann übernahm ihre Freundin wieder: „Wenn wir losfahren, sind wir immer perfekt organisiert. Oft ziehen wir uns auch gleich an, ohne uns abzusprechen.“

Windgeschützt zwischen dem Lkw mit dem Beamer für die Großleinwand und der Drostei, hatten Elke Rosowski, Ingeborg Simon und Dieter Bock ihren Tisch aufgestellt. „Wir waren jeden Abend hier, weil es so schön ist und wir ein tolles Büfett haben“, sagte Simon beim Blick auf die Chipstüten und Kaltgetränke. Seit Jahren seien die drei aktive Open-Air-Kino-Gänger. „Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlecht angezogene Leute“, sagte Rosowski. Kritik gab es am Film „Das brandneue Testament“. „Der war nicht so gut“, sagte Simon.

„Der Film hat vielleicht nicht jeden angesprochen. Aber insgesamt war für jeden etwas dabei“, sagte Sandra Gürtler vom Stadtmarketing Pinneberg. 650 Besucher kamen am Donnerstag, etwa 500 am Freitag und am Sonnabend waren es etwa 350. „Wir sind ganz zufrieden“, sagte Citymanager Dirk Matthiessen. Am Sonnabend hatten viele bis kurz vor Filmbeginn gewartet, bis sie sich aus dem Haus wagten. „Für das Wetter können wir leider nichts, aber der harte Kern kommt auch, wenn es regnet“, sagte Gürtler.

Wer sich Popcorn oder Getränke am Stand des Round Table 27 gönnte, konnte auch gleich etwas Gutes tun. Die Einnahmen kommen dem Projekt „Fruchtalarm“ zu Gute. Einmal in der Woche soll im Rahmen der Initiative in Kinderkrebskliniken frisches Obst mit den Kindern verarbeitet werden – als Abwechslung zum Klinikalltag.

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