Polizeichor ist eine Offenbarung

60 Sänger des Polizeichors Hamburg füllten den Altartraum der Rellinger Barockkirche aus.
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60 Sänger des Polizeichors Hamburg füllten den Altartraum der Rellinger Barockkirche aus.

Konzert Mehr als 600 Zuhörer genießen Adventskonzert im frisch renovierten Gotteshaus / Yamaha stellt Flügel zur Verfügung

shz.de von
06. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Das mit roten Schleifen und Weihnachtsstern geschmückte Rellinger barocke Kirchenschiff mit neu installierter Beschallung lockte mehr als 600 Besucher strömten , um das diesjährige Adventskonzert des Polizeichors Hamburg in festlichem Rahmen zu genießen. Mit zehnminütiger Verspätung, infolge eines durch einen Sturz verursachten Notarzt-Einsatzes, eröffnete Kantor Oliver Schmidt das Event mittels der ausdrucksvoll zu Gehör gebrachten Toccata d-Moll von Bach.

Hausherr Schmidt begrüßte – bereits zum zweiten Mal in der Rellinger Kirche – den unter japanischer Leitung stehenden Polizeichor Hamburg von 1901. Es handelt sich bei der Institution nicht nur um den ältesten Polizeichor Deutschlands-, sondern auch um einen der mitgliederstärksten Chöre dieser Art. „Danke, dass sie so zahlreich erschienen sind“, sagte der Vorsitzende Gerhard Dammann. Er betonte, dass der Polizeichor sein musikalisches Niveau vor allem dem seit 25 Jahren agierenden Ehrendirigenten Kazuko Kanemaki zu verdanken habe. Kanemaki wird seit 2012 unterstützt vom zweiten Chorleiter Masanori Hosaka.

Mit Schäfers „Sonntagslied“ eröffnete der Chor seinen musikalischen Part. Es folgten die nicht weniger melodiös vorgetragenen Stücke Ave Maria, Schuberts „Im Abendrot“ und Mozarts „O Isis und Osiris“.

Mit dem von Sopranistin Julia Böttcher vorgetragenen Verdi-Lied „La forza del destino“ folgte ein weiterer Höhepunkt. Beim Stück „Die Heilige Stadt Jerusalem“ brachte – wie im Programm versprochen – Violinist Andre Böttcher kunstvoll „seine Geige zum Singen“. Hosaka setzte beim Einsatz von Schellenkranz und Ratsche schwungvolle Akzente.

Die in Rellingen ortsansässige Firma Yamaha stellte für das Konzert einen kostbaren Flügel bereit, den Pianistin Eiko Okuno Jürgensen mit einem virtuos vorgetragenen „Ave Maria“ zum Leben erweckte und für ihre Darbietung reichlich Applaus erntete. Zu weiteren Konzert-Höhepunkten gehörten eine traditionelle französische Melodie (Ding Dong) – von Julia und Andre Böttcher virtuos präsentiert – die „Petersburger Schlittenfahrt“ sowie das Lied „Oh Happy Day“.

Die 60 Sänger setzen sich aus Mitarbeitern aller Sparten der Polizeiarbeit, der Verwaltung, aber auch aus anderen Berufsgruppen zusammen. Das Spektrum erstreckt sich sowohl auf die klassische Musik als auch auf viele Bereiche der Volksmusik und Seemannsliederkultur. „Wir treten gern wieder in so einer tollen Kirche und vor so einem tollen Publikum auf“, dankte Dammann.

Das Publikum erhielt nach der Veranstaltung die Gelegenheit, ermäßigte Karten für das Weihnachtskonzert am 12. Dezember in der Laeiszhalle zu erwerben.




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