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Achse mit Gurten „repariert“ : Polizei zieht tonnenschweren Sattelschlepper aus dem Verkehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Lkw ist den Beamten in Tornesch im Kreis Pinneberg ins Netz gegangen. Der Fahrer hatte seine Achse mit Spanngurten selbst „repariert“.

Tornesch | Am Dienstagvormittag ist der Polizei bei einer Verkehrskontrolle in Tornesch (Kreis Pinneberg) eine eigenwillige Anhängerkonstruktion ins Netz gegangen. Bei einem Sattelauflieger wurden schwerwiegende Mängel festgestellt, die der Fahrer selbst versucht hatte mit Gurten zu reparieren. Dem Lkw wurde daraufhin umgehend die Weiterfahrt untersagt.

Wie Polizeisprecher Nico Möller mitteilte, habe eine Autofahrerin auf der Autobahn23 in Höhe Tornesch, Fahrtrichtung Hamburg, den in Schlangenlinien fahrenden LKW bemerkt und umgehend die Polizei verständigt. Beamte des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers Pinneberg haben den Lkw dann in Höhe Pinneberg-Mitte angetroffen und an der Anschlussstelle Pinneberg-Süd gestoppt. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle haben die Beamten jedoch keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit bei dem 27-jährigen Lkw-Fahrer festgestellt, die das merkwürdige Fahrverhalten begründen würde. Es habe sich jedoch gezeigt, dass der mit 25 Tonnen Papier beladene Sattelzug technische Defekte im Bereich der mittleren Achse aufwies.

Nachdem der Fahrer des Sattelzuges beim Beladen des Aufliegers eine blockierte Bremse an der mittleren Achse festgestellt habe, habe er die Achse lediglich mit einem Spanngurt hochgebunden und seine Fahrt in Richtung Hamburg mit dem Ziel Polen fortgesetzt. Die beiden verbliebenen Achsen des Aufliegers hätten seitdem das gesamte Gewicht tragen und die entsprechende Bremskraft aufbringen müssen, was nahezu unmöglich gewesen sei.

Die Polizei sagte dazu: „Es bestand während der Fahrt die akute Gefahr, dass der gesamte Sattelzug umkippt oder die vordere Achse des Aufliegers beim Durchfahren einer Kurve unter der schweren Last bricht.“

Die Polizei hat den Sattelzug mit zwei Streifenwagen im Schritttempo bis auf das Gelände des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers in Elmshorn begleitet und die Weiterfahrt untersagt. Zudem hätte der Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 385 Euro zahlen müssen. Der Auflieger wird laut Polizei in den kommenden Tagen von einem Lkw-Service repariert. Bis dahin muss sich der Fahrer in Elmshorn aufhalten.

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erstellt am 18.Mär.2015 | 10:45 Uhr

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