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Kasernenbrand in Pinneberg : Polizei vermutet Brandstiftung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kripo ermittelt - allerdings nicht da, wo sie es eigentlich tun müsste: Das abgebrannte Gebäude soll einsturzgefährdet sein.

Die Kriminalpolizei Pinneberg vermutet, dass das Feuer, das das ehemalige Unteroffiziersheim der Eggerstedt-Kaserne in Pinneberg am Sonntagabend zerstört hat, durch Brandstiftung entstanden ist. Das bestätigte Polizeisprecherin Sandra Rüder auf Nachfrage dieser Zeitung. „Wir ermitteln in diese Richtung“, sagte sie. Schließlich gebe es auf dem Areal weder ans Netz angeschlossene Wasserleitungen noch eine Stromversorgung. „Wir haben deshalb keine Hinweise darauf, dass es sich nicht um Brandstiftung handeln könnte.“

Somit ist der Anfangsverdacht, dass „als Straftatbestand eventuell nur noch eine Sachbeschädigung im Raum steht“, vorerst vom Tisch. Wann allerdings mit Gewissheit gesagt werden kann, wie es zu dem Feuer kam, „das kann ich nicht sagen“. Laut der Polizeisprecherin ermitteln die Beamten derzeit noch – allerdings nicht vor Ort.

Den Brandherd, der laut der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg voraussichtlich im Treppenbereich war, werden die Ordnungshüter nicht unter die Lupe nehmen. „Da, wo wir hin müssten, können wir derzeit nicht weiter ermitteln“, sagte Rüder. Der Polizeisprecherin zufolge ist die einstige Unteroffiziersmesse einsturzgefährdet.

Pinnebergs Bauamtsleiter Klaus Stieghorst sagte, dass die Stadt ebenfalls nichts unternehmen wird. Da das Gelände ohnehin nicht betreten werden dürfe, der Bereich rund um das ehemalige Unteroffiziersheim gesondert abgesperrt sei und das Haus ohnehin abgerissen werden solle, sehe Pinneberg „keine Veranlassung dort tätig zu werden“, sagte Stieghorst.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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