Politik setzt Greve unter Zugzwang

Forderung: 90 Wohnungen, Gewerbe auf acht Hektar

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17. Juli 2015, 16:00 Uhr

Geht die Diskussion über die Bebauung der Greve-Fläche nördlich des Eidelstedter Wegs und südlich der Gärtnerstraße auf die Zielgerade? Die Mitglieder der Halstenbeker Gemeindevertretung setzten am Mittwochabend in seltener Eintracht Pflöcke in den Boden. Ihre nahezu einstimmige, unumstößliche Forderung als Änderungsantrag der CDU an den Hamburger Investor AlsterCity Verwaltungsgesellschaft lautet: mindestens acht Hektar für reines Gewerbe, 90      Wohneinheiten ohne Geschosswohnungsbau auf etwa 11  000 Quadratmetern sowie die Festsetzung einer Grünzone als Puffer zwischen Wohnungen und gewerblichen Bauflächen – verteilt auf ein Drittel Wohnbaufläche sowie zwei Drittel Gewerbefläche.

Die Absicht ist klar: Die Politik will das Heft für den Bebauungsplan 62 nicht aus der Hand geben. Und die „Kuh vom Eis haben“. Nach mehr als einer Dekade Stillstand. SPD-Fraktionschef Christoph Bittner betonte selbstbewusst: „Das ist die einzige Gewerbefläche auf lange Zeit, die entwickelt wird. “ Und betont: „Greve kann uns mit diesen Forderungen keine Betriebe vor die Nase setzen, die nicht ins Ortsbild passen. Es müssen verkehrs- und emissionsarme Unternehmen sein. Nur so können wir die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen.“

Drei Millionen Euro in Halstenbek, zwölf Millionen Euro Gewerbesteuern in Rellingen – dieses Ungleichgewicht wurmt auch Andreas Pauli (CDU), Gudrun Gabriel-Schröder (Grüne) und Volker Dannhauer (FDP). Die Kommunalpolitiker unterstützten am Abend einstimmig den von Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) formulierten zeitlichen Ablauf: „Greve muss mit dem Gewerbe anfangen und dafür die Erschließungsstraße in Fortsetzung des Gewerberings und das Rückhaltebecken bauen.“

Das Haus Greve ist nun wieder am Zug. Mit großer Spannung wird die Reaktion von Vorstand Dr. Ralph Knist erwartet.

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