Politik gibt grünes Licht für GSH-Küche

Jürgen Jacob
Jürgen Jacob

Verwaltung startet Ausschreibung / Kostenschätzung: Etwa 54 000 Euro

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19. Mai 2018, 16:27 Uhr

Am Donnerstagabend kam der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen in dieser Besetzung unter dem Vorsitz von Jürgen Jacob (Foto, CDU) zum letzten Mal zusammen. Im Zuge der Kommunalwahl wird es eine neue Zusammensetzung der Gremien geben.

Doch der Ausschuss setzte noch einmal Akzente: Die Politik gab grünes Licht für den Kauf einer neuen Küche für das Geschwister-Scholl-Haus (GSH). Hintergrund: Die mittlerweile 36 Jahre alte Küche befindet sich in einem schlechten Zustand und wurde bereits 2016 während einer Routinekontrolle im Bereich der Lebensmittelüberwachung der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht beanstandet. Seitdem wird debattiert.

Die Politik tat sich allerdings wie bereits während der vergangenen Sitzung wieder schwer: Dreh- und Angelpunkt der Debatte ist die Kostenschätzung durch die beauftragte Firma. Die lag bei 57 500 Euro. Die Verwaltung nahm in der Februarsitzung die Vorlage nach einer heftigen Diskussion zurück, besserte nach. Jetzt liegen die Kosten bei etwa 54  000 Euro. Für die Politik immer noch zu viel Geld. „Das ist eine Küche, die für die Gastronomie geeignet ist. Eine normale Küche mit hochwertigen Geräten müsste doch ausreichen?“, sagte Jacob.

Fest stehe allerdings, so die Verwaltung, dass gewisse Standards vorhanden sein müssen, da es sich um eine teilgewerbliche Küche handele. „Sie unterliegt der Lebensmittelaufsicht. Hygienische Vorschriften müssen eingehalten werden“, sagte Beate Hormann, Technische Leiterin beim Kommunalen Service Betrieb Pinneberg. Im GSH gebe es einige Veranstaltungen, die Pinneberger Bühnen beispielsweise backen in der Pause Brezeln auf und überbacken sie mit Käse, erläuterte Fachbereichsleiter Heiner Koch. Auch während des Interkulturellen Frühlingsfestes sei die Küche genutzt worden, sagte Koch weiter.

Die CDU, aber auch die SPD bemängelten, dass nur ein Angebot vorliege. Sie hatten Anträge vorbereitet, die ein Budgetlimit vorsahen. Bei der CDU lag es bei 35 000 Euro plus 7500 Euro für Sanitär- und Elektroarbeiten, die SPD wollte nicht mehr als 43  000 Euro plus 7500 Euro für die Zusatzarbeiten ausgeben. Doch die Verwaltung stellte klar, dass es sich hierbei um einen Preisindikator handele – Voraussetzung dafür, dass es zu einer Ausschreibung kommen könne. Ein anderes werde es nicht geben. Und: „Solange wir keinen Grundsatzbeschluss haben, dass dieses Geld bestellt wird, können wir kein Vergabeverfahren starten. Wo die Angebote landen, wissen wir nicht“, betonte Koch.

Peter Thomsen (Grüne und Unabhängige) wurde es schließlich zu bunt. Ihm drehe sich der Magen um, wenn er bedenke, wie lange man schon wieder über die Küche sabbele. CDU und SPD zogen ihre Anträge zurück. Die Politik votierte schließlich einstimmig für die Ausschreibung.




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