Kummerfeld : Plauschen mit ehrenamtlichen Rettern

Feuerwehr-Fan Tim hat schon eine Spritze und drei selbstgebastelte Miniatur-Löschfahrzeuge.
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Feuerwehr-Fan Tim hat schon eine Spritze und drei selbstgebastelte Miniatur-Löschfahrzeuge.

Wehrführer Marc-Oliver Peters nutzte die Gelegenheit, nach neuen Aktiven Ausschau zu halten, als es in der Wache  von Besuchern nur so wimmelte. 

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05. Januar 2015, 16:23 Uhr

Kummerfeld | Am Sonntag stand der 19. Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Kummerfeld an. Wehrführer Marc-Oliver Peters nutzte die Gelegenheit, nach neuen Aktiven Ausschau zu halten, als es in der Wache  von Besuchern nur so wimmelte. 

Erstmal unverbindlich reinschnuppern wäre schon ein guter Anfang, befand er. Als guten Termin dafür empfahl er  Montag, 2. Februar, um 19.30 Uhr. Dann findet im Quartier der Wehr, Bornbarg 16a, der nächste Übungsabend statt. Bürgermeisterin Erika Koll hatte sogar schon einen Kandidaten für den aktiven Feuerwehrdienst in petto, einen Neubürger, der sich am Bilsbekbogen ein Eigenheim bauen will. Sie frage bei jedem privaten Bauantrag nach, ob in der Familie vielleicht jemand Lust auf die Wehr habe, versicherte sie den 54 ehrenamtlichen Rettern.

Tim, ein begeisterter Fan im Saal, hatte  eine Spritze mitgebracht. Drei eigene Löschfahrzeuge hatte er ebenfalls dabei, wenn auch nur aus Papier und in Miniatur. Trotzdem muss er sich noch zwei Jahre gedulden, ehe er  der Jugendfeuerwehr beitreten kann, denn er war erst acht Jahre alt. Den vorschriftsmäßig selbst geschriebenen Antrag habe er aber schon eingereicht, machte er klar. Und später werde er bestimmt ein Aktiver. Mit 25 Mitgliedern hat die Jugendabteilung derzeit ihre volle Sollstärke. Zehn von ihnen nahmen vorschriftsmäßig uniformiert am Empfang teil.

Hauptanliegen der Zusammenkunft war es, den Bürgern in angenehmer Atmosphäre zwanglose Gespräche zu ermöglichen. Deshalb gab es nur kurze Reden. Der Wehrführer ließ das Jahr 2014 Revue passieren, vor allem die Aktivitäten um die 125-Jahr-Feier der Wehr.

Als amüsante Anekdote aus den Einsätzen pickte er eine Katzenrettung von einem Pinneberger Hochhausbalkon heraus. Richtig ernst wurde er dann, als er alle eindringlich ermahnte, die längst gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in sämtlichen Wohnungen zu installieren, falls das noch nicht geschehen sei. „Drei Atemzüge reichen zum Sterben“, wenn giftiger Qualm sich verbreite, bläute er seinen Zuhörern ein.

Auch  Gemeindechefin Koll gab einen kurzen Jahresrückblick. Außerdem ging sie auf die Pflicht der Kommune ein, Flüchtlinge aufzunehmen, und richtete an alle die dringende Bitte, diesen vielfach traumatisierten Menschen das  Einleben zu erleichtern. „Helfen Sie mir bitte, eine ehrenamtliche Willkommenskultur zu schaffen“, beschwor sie die Kummerfelder und erntete dafür spontanen Applaus im Publikum.

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