Platz eins für Brahms-Schüler

Erfolgreich: Die drei Schülerfirmen von der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule bereiteten sich ein Jahr lang auf den Wettbewerb vor – die gelben Bienenretter vertreten nun Schleswig-Holstein bei dem Entscheid auf Bundesebene im Juni.
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Erfolgreich: Die drei Schülerfirmen von der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule bereiteten sich ein Jahr lang auf den Wettbewerb vor – die gelben Bienenretter vertreten nun Schleswig-Holstein bei dem Entscheid auf Bundesebene im Juni.

Drei Pinneberger Schülerfirmen in Kiel beim Juniorwettbewerb / Projekt „BeeSave“ darf weiter zum Bundesentscheid nach Berlin

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30. Mai 2018, 16:00 Uhr

Die Einladungen waren bereits ein großer Erfolg, denn alle drei Schülerfirmen der Johannes-Brahms-Schule (JBS) kamen beim Landeswettwerb des Junior-Programmes „Wirtschaft erleben“ in die Runde der letzten zehn. So konnten vierzig Schüler der JBS ihre Projekte im Wettstreit mit anderen Schulen in Kiel vorstellen.

Das Junior-Programm ist eine Initiative der deutschen Wirtschaft und will Schülern das Thema Wirtschaft und Unternehmertum näher bringen (wir berichteten). Etwa ein Jahr lang haben die Schüler für ihre eigene Firma die Infrastruktur nach dem Vorbild großer Unternehmen aufgebaut und sich für dessen Erfolg in ihrer Freizeit eingesetzt.

An ihrem Messestand mussten die Schüler in Kiel einer hochkarätigen Jury aus Wirtschaft, Bildung und Bankenwesen Rede und Antwort stehen und ihren Geschäftsbericht erläutern. Produkte und Image-Videos wurden streng unter die Lupe genommen. Gut vorbereitet und professionell einstudiert hatten die Geschäftsführer und ihre Abteilungsleiter der drei Pinneberger Teams auf alle Fragen eine Antwort parat. Lehrer Thorsten Sontowski ist verantwortlich für alle Teams. Er erklärte: „Die Firma ‚Switch Cup‘ stellt Becher her, die bei warmen Getränken wie ein Chamäleon die Farbe wechseln. ‚BeeSave‘ beschäftigt sich mit dem Bienensterben und dessen Folgen. Ihre Antwort ist ein Insektenhotel für den Garten. ‚Boocase‘ macht aus alten Büchern neue Handtaschen oder kleine Geheimverstecke.“ Gemein sei allen drei Teams, dass sie wirtschaftlich einen beachtlichen Gewinn erzielen konnten.

Am Nachmittag waren die Teams aufgerufen, ihr Projekt noch einmal vor der Jury und allen anderen Teams in nur fünf Minuten zu präsentieren und die letzten entscheidenden Punkte für sich zu sichern. Einige Teams hatten sich offensichtlich in der Wirkung ihrer Präsentation vor einem so großen Publikum verschätzt. Gut für die Pinneberger, die ihre Sache mit Augenmaß, Ruhe und einer guten Portion Witz elegant meisterten.

Ehrengast des Tages war Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft, Arbeit, Technologie und Tourismus, Bernd Buchholz (FDP). Er betonte in seiner Rede: „Alle, die hier heute teilnehmen, sind bereits Gewinner, denn sie haben ihr Projekt mit viel Engagement zum Erfolg geführt.“ Der zweite Redner, Eck Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Schleswig-Holstein (Foto), kommt, wie er erklärte, selbst aus einer Unternehmerfamilie: „Ein guter Unternehmer hat selten Erfolg mit der ersten Geschäftsidee. Scheitern gehört dazu. Das Junior-Programm ist eine gute Starthilfe, um zu verstehen, wie Unternehmen funktionieren.“

Und dann wurde es spannend, die Luft des Saales elektrisierte sich schlagartig. Gespannte Stille für den Augenblick der Wahrheit trat ein. Platz drei ging an das JBS-Team „Boocase“. Aus der Hand von Minister Buchholz gab es eine Plakette, eine Urkunde und einen Gutschein für die Veranstaltung „Train the Brain“. Der zweite Platz ging nach Eckernförde: Das Team „Fördekork“ stellt Gebrauchsgegenstände aus Kork her und darf einen Bootstörn auf der Kieler Förde machen.

Und wer durfte nun 2018 auf dem Siegertreppchen ganz nach oben? Der Jubel des Siegerteams brach bereits lautstark aus, als in der Laudatio das Wort „Bienen“ vorkam. Das „BeeSave“-Team stürmte begleitet vom Beifall aller nach vorn, wo auch sie stolz ihren Preis entgegennahmen. Für sie ist nach dem Spiel vor dem Spiel: „BeeSave“ wird vom 20. bis 22. Juni das Land Schleswig-Holstein auf dem Bundeswettbewerb in Berlin vertreten.

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