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Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 14:28 Uhr

Neuer Kalender : Pinnebergs schönste Seiten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Künstlerin Heike Vajen hat bereits ihren zweiten Kalender mit Aquarellmotiven aus der Kreisstadt herausgebracht.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Pinneberg: Der Kreisstadt haftet der Makel des Unansehnlichen an. Doch nicht für Heike Vajen. Für sie hat die Stadt durchaus ihren Charme. Das will sie mit ihrem bereits zweiten Aquarell-Kalender „Pinneberger Ansichten 2014“ beweisen. „Pinneberg hat viele schöne Ecken, aber oft nimmt man sie einfach nicht wahr“, sagt Vajen. So finden sich in ihrem Kalender Motive der Christuskirche, des Rosengartens, der Kaserne und des Hotels Cap Polonio.

Vor etwa 20 Jahren beschloss die damals frisch getrennte, zweifache Mutter vom Rheinland zurück in den Norden zu ziehen. Pinneberg wurde dabei eher zufällig zum Ziel, denn in Hamburgs Westen waren nur wenige Häuser im Angebot. Überhaupt glaubt Vajen an die Fügung. „Immer, wenn ich etwas von mir aus versucht habe, hat es nicht funktioniert.“

Der Zufall wollte es auch, dass die Pinnebergerin 2010 die Möglichkeit bekam, im Museum in der historischen Wassermühle Sarehole Mill in Birminham ihre Bilder auszustellen. Als sie bei einem Besuch im Museum die Kuratorin kennen lernte und diese Vajens Aquarelle sah, schlug sie sofort vor, diese im Museum auszustellen.

„Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit den richtigen Leuten“, erinnert sich die Künstlerin. Dort folgte eine weitere Ausstellung im Jahr 2011 und auch im Pinneberger Krankenhaus waren ihre Bilder schon zu sehen.

Dabei ist die Kunst nur ein Hobby, denn Vajen ist Musikerin und arbeitet als Lehrerin an der Staatlichen Jugendmusikschule in Hamburg. Die Aquarellmalerei hat sie sich größtenteils selbst beigebracht. „Mich begeistert die Leuchtkraft, die Aquarellfarben haben“, erzählt sie. „Außerdem benötige ich nur wenig Platz. Ich arbeite nicht auf einer Leinwand, sondern ganz einfach auf meinem Schreibtisch.“

Die Idee für ihren ersten Kalender kam der Hobby-Künstlerin in einer Druckerei, in der sie Postkarten mit ihren Motiven für den Eigengebrauch drucken ließ. Dem Drucker gefielen die Aquarelle und er schlug vor, sie zu veröffentlichen. Das motivierte die Aquarellmalerin und schon bald darauf ließ sie den Kalender „Pinneberger Ansichten 2012“ mit einer Auflage von 200 Exemplaren drucken. „Den Kalender habe ich aus eigener Tasche gezahlt, das war schon ein Risiko für mich.“ Letztendlich hat Vajen die Ausgaben durch den Verkauf fast aller Kalender aber wieder ausgeglichen. „Geld verdienen lässt sich damit nicht, aber mir macht es Spaß, wenn den Leuten meine Bilder gefallen.“

Aus diesem Grund beschloss Vajen, auch für das Jahr 2014 einen Pinneberg- Kalender mit ihren Bildern herauszubringen. Außerdem erhofft sie sich, dass die Menschen Pinneberg dadurch vielleicht mit anderen Augen sehen. „Dank der Globalisierung kommen die Leute heutzutage viel in der Welt herum, aber kennen sie auch ihre Heimat."

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