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Preis für Pinneberg : Pinnebergs Schilder sind top

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Kreisstadt belegt beim bundesweiten Ranking des Schilderüberwachungsvereins zweiten Platz.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Schulen, Finanzen – da glänzt Pinneberg nicht gerade. Aber die Kreisstadt kann Schilder.  Zumindest, wenn es nach dem  Schilderüberwachungsverein (SÜV) geht. Der wählte Pinneberg  jetzt auf Platz zwei seines Rankings – noch vor Städten wie Wismar oder Speyer. „Das Ziel war, 100 schlechte Schilder zu finden, in Pinneberg dokumentierten wir nur 22“, erklärt Sybille Wulff, Sprecherin des Vereins, der seinen Sitz in Stuttgart hat. Nur in Gotha fanden die Schilder-Checker noch weniger Wegweiser, die zu beanstanden waren. Die Stadt in Thüringen wurde deshalb zum Sieger  gekürt.

Das Team war  insgesamt in  16 Städten in 13 Bundesländern unterwegs, mal zu Fuß, mal im Auto. Am 6. Mai war Pinneberg dran.    Sie spürten Schilder auf, die schwer erkennbar sind, weil sie verblasst, zerkratzt oder verdreckt sind. Fündig wurden sie unter anderem im Rotbuchenkamp und in der Danziger Straße.

 Nicht nur der Zustand der Schilder floss in die Bewertung ein, sondern auch die Art des Schildes. „Ein Halteverbotsschild wurde zum Beispiel nicht berücksichtigt, da es für die Verkehrssicherheit nicht ganz so relevant ist“, erklärt Wulff. Am Ende war der Gesamteindruck ausschlaggebend und  Pinneberg schnitt in Relation zu den anderen besuchten Orten sehr gut ab.

Auszeichnung für gute Sichtbarkeit

Im Rathaus kommt das Lob gut an: „Die Auszeichnung ist  Anerkennung für die gute Sichtbarkeit unserer Verkehrsschilder und gleichzeitig auch Ansporn, in dem Bereich nicht nachzulassen“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Am Dienstag nimmt sie einen Preis entgegen. Was das sein wird, wollte SÜV-Sprecherin Wulff noch nicht verraten.

Alle Städte seien benachrichtigt worden, die ersten drei werden ausgezeichnet. „Man darf nicht nur schimpfen, sondern muss auch belohnen“, so Wulff.  Den Schilderüberwachungsverein gibt es erst seit vergangenem Jahr. 2014   führte die Schilder-Check-Tour durch die deutschen Großstädte, für dieses Jahr beschloss das Team, mittelgroße Städte zu überprüfen. Wozu der Aufwand? Wulff erklärt: „Von bundesweit 25 Millionen Schildern sind fast 10 Millionen schlecht erkennbar und damit eine Gefährdung für die Sicherheit.“  Insbesondere im Dunkeln. Alte Schilder reflektierten nicht mehr richtig.  „Wir wollen darauf aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen“, sagt Wulff.

Das funktioniert anscheinend. „Es tut sich was. Einige Städte versprachen, das in den Griff bekommen zu wollen.“ Wulff sagt: „Auch in Pinneberg gibt es schlechte Schilder. Der Preis soll die Stadtverwaltung motivieren, am Ball zu bleiben und die alten oder einfach schlecht sichtbaren Schilder auszutauschen.“ Der Stuttgarter Verein hofft beim Aufspüren auf die Mithilfe der Bürger. Wer ein schlecht erkennbares Schild sehe, solle es fotografieren und auf der Internetseite des Vereins hochladen. Noch einfacher ist die Dokumentation mithilfe der eigens dafür eingerichteten Schilder-App.

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