Oldtimer : Pinnebergs rollendes Museum

Sie setzen auf ein mobiles Pinneberg: Klaus-Jürgen Bahrke (links) und Hansi Brummel vom DRK-Museum mit einem Opel P4 aus dem Jahr 1934. Der Kleintransporter war noch lange in der DDR im Einsatz und macht 82 Stundenkilometer.
1 von 3
Sie setzen auf ein mobiles Pinneberg: Klaus-Jürgen Bahrke (links) und Hansi Brummel vom DRK-Museum mit einem Opel P4 aus dem Jahr 1934. Der Kleintransporter war noch lange in der DDR im Einsatz und macht 82 Stundenkilometer.

100 Teilnehmer haben gemeldet: Am 15. Juni wird vor der Drostei die 15. Auflage der Veteranen-Rallye gestartet.

shz.de von
04. Juni 2014, 10:00 Uhr

Pinneberg | Sein Name ist Bahrke. Klaus Bahrke. Besser bekannt ist der 68-Jährige als Tüftler vom Thesdorfer Weg. Denn Bahrke ist leidenschaftlicher „Schrauber“. Ein Autonarr mit einer Vorliebe für Blech und Chrom aus lang vergangenen Tagen. Auf dem Hof des 68-Jährigen in Thesdorf stehen jede Menge Oldtimer, darunter ein Ford B von 1932. Seiner Heimatstadt Pinneberg schenkt Bahrke Jahr für Jahr eine Veteranenrallye. Die Oldtimer-Tour „Pinneberg mobil“ startet am Sonntag, 15. Juni, um 10 Uhr vor der barocken Landdrostei. Ein Spektakel, zu dem Autofans aus ganz Deutschland anreisen.

Wir treffen Klaus Bahrke gestern in der Pinneberger Rathauspassage. Im Kundencenter der Sparkasse Südholstein parkt der 68-Jährige einen Opel P4. Ein Prachtstück aus dem Jahr 1934. Werbung für die 15. Auflage der Rallye, die längst einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt hat. Die Sparkasse unterstützt Bahrke bei der Organisation der Tour. Weitere Automobil- und Technik-Fans greifen dem Thesdorfer unter die Arme.

Die erste Ausgabe von „Pinneberg mobil“ war im Jahr 2000 anlässlich des 125. Stadtjubiläums gestartet worden. Für den Autonarren Bahrke eine echte Herzensangelegenheit: „Bei uns wird kein Gewinn gemacht, wir versuchen lediglich, die Kosten zu decken.“ Der Konvoi historischer Fahrzeuge solle vor allem den Menschen Freude bereiten. So habe es mittlerweile Tradition, dass die Teilnehmer ihre Kaffeepause in der Seniorenresidenz „Gut Thesdorf“ verbringen, wo deren Bewohner sich ab 15 Uhr an den Gefährten aus ihrer Jugend erfreuen können.

Die Rallye „Pinneberg mobil“ führt durch den Kreis Pinneberg. So wird unter anderem der Elmshorner Hafen angesteuert, wo am 15. Juni ein „Schippertreffen“ mit Kuttern und Küstenschiffen geplant ist.

In diesem Jahr erwartet Bahrke rund 100 Teilnehmer zur Rallye. Unter anderem wurden Wagen der Marken Jaguar, Borgward, Mercedes, Fiat, Volvo und ein sehr seltener Acht-Zylinder-Bugatti gemeldet.

Im Umfeld der Drostei werden Anhänger historischer Fahrzeuge während der Rallye Gelegenheit haben, mit Teilen zu handeln. Eine Reminiszenz an Pinnebergs Vergangenheit als Technikstandort. Von 1911 bis 1991 waren in den Ilo-Hallen Motoren gefertigt worden. Bahrke hatte sich auch dafür stark gemacht, dass einige historische Motoren in den Bestand des Pinneberger Stadtmuseums vermittelt wurden.

Für Klaus Bahrke ist „Pinneberg mobil“ eher eine Kurzstrecken-Tour. In seinem Ford B von 1932 reiste er bereits von Hamburg nach Shanghai. nahm zudem an einer Wüstenrallye durch Namibia teil. Er hofft auf tausende Besucher, die sich am 15. Juni aufmachen, um das „rollende Museum“ zu bestaunen.

Veteranen-Fans aufgepasst: Für Sonntag, 13. Juli, ist in Norderstedt ein Oldtimer-Picknick geplant. Das Team von „Pinneberg mobil“ ist an der Organisation beteiligt. Ort des Geschehens wird in der Zeit von 11 bis 18 Uhr der dortige Stadtpark sein. Teilnehmen dürfen Besitzer von Fahrzeugen, die vor 1985 gebaut wurden. Besucher können historische Gefährte bestaunen und mit den Oldtimer-Fans ins Gespräch kommen.
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen