Unterstützung für Schüler und Lehrer : Pinnebergs Politik segnet befristete Stellen für Sozialarbeiter ab

Probleme in der Schule oder auch privat – bei solchen Herausforderungen mit den Schülern sollen in Pinneberg mehr Schulsozialarbeiter die Lehrer unterstützen.
Probleme in der Schule oder auch privat – bei solchen Herausforderungen mit den Schülern sollen in Pinneberg mehr Schulsozialarbeiter die Lehrer unterstützen.

Der Schulausschuss hat befristeten Stellen in der Schulsozialarbeit beschlossen. Sie sollen so schnell wie möglich besetzt werden.

shz.de von
14. Juni 2019, 12:00 Uhr

Pinneberg | Pinnebergs Schulen sollen mehr Unterstützung bekommen. Oder besser gesagt die Schüler und auch die Lehrer. Denn der Schulausschuss der Stadt Pinneberg hat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, dass sich die Verwaltung um die Besetzung von befristeten Stellen in der Schulsozialarbeit bemühen soll. Und das so schnell wie möglich. „Wir besprechen das hier ja nicht zum ersten Mal und wissen um den akuten Bedarf“, sagte Kai Vogel (SPD). Die Diskussion um die Schulsozialarbeit beherrschte auch in der vorherigen Sitzung die Diskussion.

Stellenplan 2020

Es würde nichts bringen, die Schulsozialarbeit erst im kommenden Jahr für den Stellenplan 2020 zu berücksichtigen. „Wenn die Besetzung von Stellen theoretisch schon zum neuen Schuljahr möglich ist, sollten wir es probieren“, so Vogel. Heiner Koch, Fachbereichsleiter Schulen, Kindergärten und Jugend, hatte Einwände: „Die Bürgermeisterin hat zwar die Möglichkeit, außerhalb des Stellenplans befristete Stellen für ein halbes Jahr zu schaffen, aber aus der Erfahrung wissen wir, dass diese sehr unbeliebt sind – eben weil sie unsicher sind durch die Befristung.“ Hinzu komme, dass diese Stunden nicht durch bereits beschäftigte Schulsozialarbeiter aufgestockt werden dürfen. „Diese Stellen dürfen nur durch komplett neue Personen besetzt werden.“ Es handele sich laut Koch bei dieser Art der Stellenschaffung um „mühevolle Puzzle-Arbeit“.

FSJler zur Unterstützung

78 von insgesamt 96 Stunden Schulsozialarbeit können zurzeit ausgefüllt werden. Der Vorschlag aus den Reihen der Schulleitungen, die ebenfalls bei der Sitzung anwesend waren, die Möglichkeit von FSJlern – junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren – in Betracht zu ziehen, kam grundsätzlich gut an. „Dann bräuchten wir jedoch einen Träger“, sagte Koch.

Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) war überzeugt, dass es eine Lösung gibt – oder geben muss. „Wir wissen doch, dass wir 2020 die Stellen in jedem Fall benötigen.“ Die Entfristung der möglichen neuen Stellen sei damit gegeben und die Bedenken der potenziellen Bewerber unnötig. „Wir dokumentieren diesen Bedarf heute doch nur mit einem Beschluss.“ Entgegen der Bedenken von Fachbereichsleiter Koch beschlossen die Politiker einstimmig, dass das Verfahren der Ausschreibung von befristeten Stellen nun starten soll.

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