Kommunaler Servicebetrieb : Pinnebergs neuer KSP-Chef setzt auf Kommunikation

Christoph Espelage will den KSP für die Zukunft fit machen.

Christoph Espelage will den KSP für die Zukunft fit machen.

Christoph Espelage ist seit dem 1. Januar der neue Chef – er war bereits kommissarischer Leiter des Postens.

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02. Februar 2018, 16:30 Uhr

Pinneberg | Der Neue ist ein alter Hase: Christoph Espelage steht seit dem 1. Januar als neuer Werkleiter an der Spitze des Kommunalen Servicebetriebs der Stadt Pinneberg (KSP). Unter 24 Bewerbern konnte er sich durchsetzen. Seit dem 17. März 2017 war er bereits kommissarischer Leiter des KSP. Er übernimmt den Posten von  der bisherigen Werkleiterin Silkata Sahin-Adu, die entlassen wurde, weil sie ein Fortbildungsseminar besucht und dafür 160 Euro abgerechnet hatte – ohne zuvor die Erlaubnis von der Bürgermeisterin einzuholen. Vor dem Arbeitsgericht in Elmshorn gab es im Juli 2017 einen Vergleich.           

Für Espelage sei das Thema erledigt. Die anfängliche Unruhe unter den Mitarbeitern habe sich im KSP gelegt. Welche Strukturen hat Espelage im KSP vorgefunden? „Die betriebliche Organisation stimmt. Es sitzt nicht jeder an der richtigen Stelle. Es herrscht kein Chaos“, sagt er. Allerdings müsse die Zusammenarbeit zwischen der Kernverwaltung und dem KSP noch reibungsloser funktionieren.  „Die Wege in der Verwaltung sind sehr lang“, sagt der  Diplom-Kaufmann, der in Münster BWL studierte und heute mit seiner Familie in Pinneberg lebt. Geboren wurde er übrigens in Löningen  im Kreis Cloppenburg.

Sehr wichtig sei  für ihn das Thema Kommunikation. „Einmal die Woche treffe ich mich mit der Schulbaurunde Heiner Koch, um mich mit ihm über Schulbauthemen auszutauschen“, sagt er. Schulbau sei ein wichtiges Thema für die Öffentlichkeit. „Die Baustelle an der Theodor-Heuss-Schule  neigt sich hoffentlich 2018 dem  Ende zu.“ Espelage ist zuversichtlich: So ist  die Baubesprechung für den Bauteil Nord an der Schule gestartet. Die Fassade soll erneuert werden.  Noch  in diesem Jahr. Wenn das Thema THS durch sei, werde man sich der Grund- und Gemeinschaftsschule widmen.

Der neue Werkleiter erinnert allerdings auch daran, dass zu den Aufgaben des KSP auch die Pflege der Grünanlagen im Stadtgebiet und des Friedhofs gehöre. „Das ist nicht zu vernachlässigen“, sagt Espelage und spricht in diesem Zusammenhang ein weiteres Thema an: die Überalterung. „Der Anteil der Mitarbeiter über 50 Jahre im Bauhof  ist hoch. Bei dieser Altersstruktur ist auch der Krankenstand höher.“ Das sei kein Vorwurf, sondern die logische Folge jahrelanger körperlicher Arbeit der Mitarbeiter. Espelage möchte deshalb  den Nachwuchs fördern, für die Arbeit im Bauhof begeistern. „Das ist auch bei knapper Kasse durchaus machbar.“ Der KSP müsse sich außerdem für die Zukunft dem Wettbewerb stellen. Deswegen will  der Kaufmann das Kostenbewusstsein bei den Mitarbeitern schärfen. Sie sensibilisieren für Fragen wie: Wie sieht die  Erledigung von  Aufträgen  aus? Welche  Zeit wird dafür benötigt?

164 Mitarbeiter hat der KSP aktuell. Sechs neue Mitarbeiter und ein Energiemanager sollen zusätzlich eingestellt werden – das hat die Politik im vergangenen Jahr genehmigt. Nun kann Espelage beruhigt nach vorn schauen. Eine Bitte hat der 51-Jährige, der gern Sport macht und verreist, noch: Im Zuge der Kommunalwahl sowie der Bürgermeisterwahl appelliert er an die Politik und die Öffentlichkeit, darauf Rücksicht zu nehmen, „dass die Verwaltung aus dem Wahlkampf rausgehalten wird, damit sie ihre Aufgaben erfüllen kann“.

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