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Kreativ und nachhaltig : Pinnebergs kleine Klimaretter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

150 Kinder stellen Ergebnisse ihres Projekts „Dolli auf Müllexpedition“ im Rahmen von Kita 21 vor.

Pinneberg | Kaum noch ein Parkplatz ist frei, die Gehwege sind fast gänzlich ausgelastet. Eltern mit Babywagen und Nachwuchs im Kindergartenalter an den Händen pilgern durch die Pinneberger Straße Im Rosenfeld, in der die Arbeiterwohlfahrt-Kita „Dolli Einstein Haus“ angesiedelt ist. Niemand will verpassen, was die etwa 150 Kinder der Einrichtungen im Rosenfeld und der Aschhooptwiete während ihres neunmonatigen Projekts „Dolli auf Müllexpedition“ erlebt, erdacht, gebastelt und gemalt haben.

Neun Monate lang setzten sie sich unter Anleitung ihrer Erzieherinnen intensiv mit den Themen Müll und Nachhaltigkeit auseinander. „Verständnis zu schaffen für die Verantwortung, die jeder einzelne von uns im Umgang mit der Umwelt hat“, formuliert Einrichtungsleiterin Ute Rodenwald das Ziel des Projekts.

Jeweils zwei der acht Gruppen taten sich zusammen, um sich der Einzelthemen Biomüll, Plastikmüll und Altpapier anzunehmen und kreativ zu verarbeiten. Heraus kam Nützliches wie Kunstvolles: Aus Joghurtbechern wurden Musikinstrumente und aus Streifen bunter Plastiktüten Webereien. Der bunte Fantasieplanet „Wupp“ entstand aus Korken und Papprollen, die „Kuh Molly“ aus alten Kartons und Schachteln. „Die Kreativität hat sich immer weiter entwickelt“, freut sich Rodenwald.

Parallel zu der Verarbeitung dessen, was gemeinhin als Müll bezeichnet wird, legten die Erzieherinnen allerdings auch Wert auf andere Erfahrungen, um die Jüngsten für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. „Tropft der Wasserhahn noch? Ist das Licht noch an? Darauf haben die Kinder mit wechselnder Verantwortung geachtet“, erklärt Rodenwald, die darin künftig eine der Hauptaufgaben sieht: „Das Projekt ist vorbei, jetzt müssen wir das Thema hochhalten und Verhaltensweisen, die wir eingeübt haben, verstetigen.“

Eingebettet war die neunmonatige Aktion der Pinneberger Kita in das Modellprojekt „Kita 21 – Die Klimaretter“, das der Kreis Pinneberg und der azv Südholstein in Kooperation mit der Umweltstiftung S.O.F. Save Our Future initiiert hatten. Für ihr Engagement wurden Ende September insgesamt 14 Kitas aus Pinneberg, Holm, Hetlingen, Halstenbek, Seeth-Ekholt, Wedel, Elmshorn, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Quickborn, Glückstadt und Hohenlockstedt ausgezeichnet.

Bei der Ausstellung im Einstein-Haus lässt es sich Awo-Fachbereichsleiterin Christine Stolz nicht nehmen, Rodenwald mit einem Blumenstrauß zu gratulieren. „Diese Einrichtung ist Vorreiter für viele Themen, die der Awo am Herzen liegen. Alle Mitarbeiter hier sind so engagiert, deshalb ist es nur schlüssig, dass die Kita ausgezeichnet wird“, lobt Stolz.

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erstellt am 07.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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