Stadtmarketing : Pinnebergs Citymanager geht

Matthiessen reagierte am Mittwoch schmallippig: „In der Pressemeldung ist alles gesagt“, teilte er auf Anfrage mit.

Matthiessen reagierte am Mittwoch schmallippig: „In der Pressemeldung ist alles gesagt“, teilte er auf Anfrage mit.

Dirk Matthiessen verlässt zum Ende des Jahres das Stadtmarketing. Seit 2012 hatte er den Posten inne.

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22. März 2018, 11:30 Uhr

Pinneberg | Nach mehr als sechs Jahren Tätigkeit als Citymanager verlässt Dirk Matthiessen (55) zum Ende des Jahres das Stadtmarketing, um sich ab 2019 einer neuen beruflichen Perspektive zu stellen. Das teilte am Mittwoch Kai Lorenz, Vorstandsvorsitzender des Stadtmarketings, in einer Pressemitteilung mit. Weitere Gründe nannte Lorenz nicht.

„Der Vorstand des Stadtmarketings dankt Herrn Matthiessen für sein Engagement und wünscht ihm alles Gute für die vor ihm liegenden neuen Aufgaben sowie seinen weiteren Lebensweg“, so Lorenz. „Insbesondere für seinen Einsatz für viele großartige Pinneberger Veranstaltungen, die Weiterentwicklung der Außenwirkung unserer Stadt sowie auch die Rettung des Kleinkunstfestivals 2017 sind wir ihm sehr dankbar“, sagte Lorenz.

Matthiessen reagierte am Mittwoch schmallippig: „In der Pressemeldung ist alles gesagt“, teilte er auf Anfrage mit. Mehr wollte er nicht sagen. Erst Anfang dieser Woche hatte der Citymanager für den Fahrradfrühling am kommenden Sonntag die Werbetrommel gerührt, und im Februar ein neues Veranstaltungsformat präsentiert: ein Food-Truck-Wochenende in der Innenstadt für den Spätsommer.

2012 ist Matthiessen als Pinnebergs Stadtmanager angetreten. Kurz vor dem SummerJazz-Festival. Seine Mission war es, ein Markenprofil für die Kreisstadt zu entwickeln. Daran hat der gebürtige Kieler bis jetzt gearbeitet. „Pinneberg – Persönlich. Ehrlich. Anders“. Das ist der Slogan, den Matthiessen mit Inhalten füllen sollte. „Wir sind noch nicht in jeden Winkel vorgedrungen“, sagte er anlässlich seines fünfjährigen Dienstjubiläums in einem Interview mit shz.de. Auch dem Leerstand in der City hatte Matthiessen den Kampf angesagt – und gewonnen. Bei knapp über sechs Prozent lag die Leerstandsquote im vorigen Jahr.

Pinneberg ist nicht die erste Stadt, der Matthiessen ein Gesicht gegeben hat. Zwölf Jahre lang arbeitete er in Heide als Regionalmanager. Außerdem gründete er die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Sein Verhältnis zu Pinneberg umschrieb Matthiessen, der von Haus aus studierter Diplom-Physiker ist, einmal so: „Die meisten Menschen ziehen nicht aus Liebe zur Stadt nach Pinneberg.“ Ihre Zuneigung zu Pinneberg entstehe später.

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