Bürgermeisterwahl 2018 : Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg wird herausgefordert

In all diesen Bezirken von Pinneberg wird gewählt: Gemeindewahlleiter Klaus-Peter Günther und Sachbearbeiterin Kathrin Goldau sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
In all diesen Bezirken von Pinneberg wird gewählt: Gemeindewahlleiter Klaus-Peter Günther und Sachbearbeiterin Kathrin Goldau sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Ein weiterer Kandidat hat am Montagabend seine Bewerbungsunterlagen für die Bürgermeisterwahl am 9. September abgegeben.

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17. Juli 2018, 13:00 Uhr

Pinneberg | Auf den letzten Drücker: Kathrin Goldau vom Wahlbüro der Stadt Pinneberg hat am Montag um 11.30 Uhr eine zweite Bewerbung für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 9. September, entgegengenommen. Bis Montag um Punkt 18 Uhr konnten Kandidaten noch ihre Unterlagen einreichen. 

Der zweite Kandidat heißt Jitendra Nilam Chand Sharma. Viel ist über ihn nicht bekannt. Er hatte er ein Taxi-Unternehmen und war einige Zeit Fraktionsmitglied der Pinneberger CDU. Bei der CDU selbst sorgte die Nachricht, dass sich Jitendra Nilam Chand Sharma für  das Amt bewirbt, für große Überraschung. „Damit haben wir nicht gerechnet“, so Carl-Eric Pudor (CDU). Hintergrund: CDU und FDP haben Steinberg als Kandidatin vorgeschlagen.

Somit wird Amtsinhaberin Urte Steinberg (parteilos) doch noch herausgefordert. Wie berichtet, hatten CDU und FDP Steinberg als Kandidatin aufgestellt. Die Amtsinhaberin tritt zum zweiten Mal an. Am 11. November 2012 wurde die gelernte Bankerin in einer Direktwahl mit 57,46 Prozent der Stimmen gewählt.

Gemeindewahlausschuss tagt

Am Dienstagabend tagt der Gemeindewahlausschuss ab 17 Uhr im Rathaus. Er prüft, ob die Bewerbungsvoraussetzungen auch erfüllt worden sind. „Bei der Bewerbung von Frau Steinberg gibt es keine rechtliche Beanstandung“, teilte Gemeindewahlleiter Klaus-Peter Günther auf Anfrage mit.

Steinberg hatte bereits am Mittwoch, 20. Juni, ihre Bewerbung form- und fristgerecht abgegeben. Zu den Unterlagen gehören die Erklärungen von CDU und FDP für die Aufstellung einer Bewerberin, die Zustimmungserklärung von Steinberg und die Bescheinigung der Wählbarkeit. 

Auch die Unterlagen von Jitendra Nilam Chand Sharma kommen am Dienstagabend auf den Prüfstand. Weil er nicht als Kandidat einer im Rat vertretenen Partei antritt, benötigte er die Unterschriften von mindestens 175 wahlberechtigten Pinnebergern. Die Adressen müssen auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Diese sehe positiv aus, so Goldau.

Im Zuge der Bewerbungsfrist wurden nach Angaben von Goldau insgesamt vier Wahlvorschlagsunterlagen beantragt und ausgestellt. „Inklusive die von Frau Steinberg“, so Goldau.

Keine eigenen Kandidaten für SPD und Grüne

SPD und auch die Fraktion Grüne und Unabhängige wollten einen Kandidaten ins Rennen schicken. „Wir haben verschiedene Kandidaten angesprochen. Jeder hat aber aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt“, sagte  der SPD-Parteivorsitzende Kai Vogel. Man habe die SPD online auch angeschrieben. „Bedauerlicherweise hat niemand unserem Anforderungsprofil entsprochen“, so Vogel. Eine Lusche zu präsentieren, wäre unwürdig für die SPD. Wenn der zweite Bewerber qualifiziert sei, würde die SPD über eine Unterstützung nachdenken.

Qualifikation – das heißt für SPD-Fraktionschefin Angela Traboldt „Führungs- und Verwaltungserfahrung“. Es sei deswegen schwierig gewesen, einen adäquaten Kandidaten zu finden.

Auch die Grünen hatten wenig Erfolg. Eine Kandidatin sei vor einer Woche- abgesprungen. „Die Grünen werden Steinberg aber nicht unterstützen“, sagte Joachim Dreher, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Unabhängigen, am Montag auf Anfrage.

Und wie steht es mit dem zweiten Bewerber? „Wenn es ein guter Kandidat ist, würden wir ihn unterstützen. Wir werden ein Gespräch führen und uns dann entscheiden“, sagte Dreher.

„Es ist schade, dass sich für solch einen Posten in einer Kreisstadt wie Pinneberg kein geeigneter Kandidat bereit erklärt hat, zu kandidieren“, sagte Uwe Lange, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen. Über den zweiten, bis Montagabend noch anonymen Bewerber, sagte Lange: „Wir werden ihn anhören.“

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