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TV-Kochshow : Pinnebergerin will bei „The Taste“ überzeugen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gabriele „Gabi“ Schmidt-Tukay will heute Abend in der TV-Kochshow „The Taste“ die Jury überzeugen.

Pinneberg | Tim Mälzer wollte sie, Frank Rosin bekam sie. Für die Hamburgerin Gabriele „Gabi“ Schmidt-Tukay, aufgewachsen in Pinneberg, ging ein Traum in Erfüllung, als sie der Starkoch bei der Sat.1-Show „The Taste“ in sein Team lotste. Die folgenden Aufgaben meisterte sie, kam eine Runde weiter. Der Lohn für Schmidt-Tukay: Heute Abend darf sie ab 20.15 Uhr erneut ihre Kreativität an den Herdplatten unter Beweis stellen.

Eine Herausforderung, auf die sich „Gabi“ freut und für die sie sich vor allem zwei Dinge vorgenommen hat: „Ich will eine Runde weiterkommen und mit meinem Team viel Spaß haben.“ Wie gut die Chancen auf den Verbleib in der Show stehen, darüber entscheiden die Juroren. Das Ziel, Spaß zu haben, hat die 55-Jährige schon erreicht. „Unter den Kandidaten hat sich eine tolle Gemeinschaft entwickelt, wir sind eine eingeschworene Gruppe, alles ist sehr harmonisch“, berichtet sie.

Gemeinsames Essengehen, Konditoreibesuche und Vorbereitungen in Buchhandlungen belegen das. Im Vorfeld der heutigen Show unterstützten sich die Kandidaten gegenseitig. So verbrachte „Gabi“ ihren freien Tag unter anderem zusammen mit ihrem Mitstreiter Manuel damit, Kochbücher zu wälzen. „Um Inspirationen aufzusaugen“, erklärt sie. Und die ist erforderlich. Schließlich ist es weder jedem erfahrenen Berufskoch noch jedem passionierten oder semi-professionellen Hobbykoch gegeben, ein Thema genannt zu bekommen und dazu in nur fünf Minuten ein qualitativ hochwertiges und ausgefallenes Gericht zu kreieren.

Ein Riesen-Studio mit 16 Kochplätzen

Genau das ist gefragt – und leicht tat sich Schmidt-Tukay in der vergangenen Runde damit nicht gerade. „Das war eine unglaubliche Herausforderung“, erinnert sie sich. Hinzu kam die ungewohnte Umgebung: „Ein Riesen-Studio mit 16 Kochplätzen, weite Wege, ein Füllhorn an Lebensmitteln, das einen erstmal erschlägt. Das war schon Hardcore“, berichtet sie.

Als dann das Thema „Norwegen“ aufkam, fiel Schmidt-Tukay – durchaus weit gereist – zunächst ein: „Was gibt es denn da? Da war ich noch nie.“ Was also den Juroren auftischen, außer den vorgebenen Komponenten Jakobsmuscheln, Meeresspinne und frischem Lachs? „Gabis“ Wahl fiel auf ein Quark-Dill-Dip-Bett und einen Sellerie-Apfel-Salat, das die Jakobsmuscheln abrunden sollte.

Dass sie bei einem Spaziergang in den folgenden Tagen zufällig ein norwegisches Pärchen traf, das von der großen Pilzaffinität der Skandinavier berichtete, verbuchte sie als Anekdote am Rande. „Auf Pilze ist tatsächlich niemand gekommen“, erinnert sie sich. Doch überzeugen konnte Schmidt-Tukays Gericht nicht vollends. Sie musste deshalb den Weg über eine weitere „Challenge“ gehen. Die Aufgabe: „Frikadellen, die wir mit Heimat verbinden“, erklärt sie lachend. Kein Wunder, denn damit stellten sich der gewünschte Erfolg – in Form zweier goldener Sterne von Tim Mälzer und Alexander Herrmann – und das Weiterkommen spielend ein.

„Bei den Frikadellen meines Vaters musste früher immer die ganze Familie antreten“, erinnert sie sich. Das Besondere: Zwiebeln blanchieren, Paniermehl und frische Kräuter verwenden. „Opa Ingos Frickis“ schaffen es laut „Gabi“ sogar in das Kochbuch von „The Taste“.

Ihr Qualifikationsgericht, Kabeljau mit Petersilieninfusion auf Maispoularden-Kartoffel-Püree, taucht darin wohl nicht auf. Aber immerhin überzeugte sie damit Tim Mälzer, der befand: „Ein klassisches Gericht mit einem kleinen Störfaktor, und das ist die Haselnuss – und das ist eigentlich genial.“ Später brach der beliebte Koch auch eine Lanze für ihre Jakobsmuscheln.

Hinter den Kulissen versteht sie sich ohnehin gut mit dem Pinneberger. „Er kümmert sich ganz rührend, ist sympathisch-bodenständig und hängt auch abends mit den Kandidaten ab“, berichtet „Gabi“. Doch das Rennen um die gelernte Redakteurin und Mutter dreier Söhne machte Frank Rosin. „Immerhin hat er zwei Michelinsterne, von ihm kann ich noch viel lernen“, begründet Schmidt-Tukay ihre Entscheidung. Heute Abend soll sie sich auszahlen. „Was gekocht wird, entscheide ich situativ. Die Erfahrung liegt im Bauch und auf der Zunge.“

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erstellt am 22.Okt.2014 | 14:00 Uhr

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