zur Navigation springen

Wassertanks fürs Waisenhaus : Pinnebergerin engagiert sich in Tansania

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Verein Karibuni investiert 15.000 Euro im tansanischen Karatu. Die Pinnebergerin Gisela Schiffmann enagiert sich seit 2012.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 14:00 Uhr

Pinneberg / Karatu | Eine zuverlässige Wasserversorgung ist keine Selbstverständlichkeit in Karatu, einer Stadt in Tansania, in der Nähe des Ngorongoro-Kraters. Schon gar nicht für Waisenkinder, für die Schwachen, die in dem ostafrikanischen Land oft von der Gesellschaft vergessen werden. Um so größer ist die Freude in dem Waisenhaus, das die Pinnebergerin Gisela Schiffmann betreibt. Acht neue Wassercontainer installierte der Förderverein Karibuni auf seinem Gelände. Jeder der Behälter fasst 7500 Liter Wasser. Die Tanks wurden auf hohen Gerüsten installiert, das sorgt für einen angenehmen Wasserdruck auf dem Grundstück. Trinkwasser wird in dieser Gegend oft per Ochsenkarren geliefert.

Bisher konnte Schiffmann lediglich 2000 Liter speichern. Viel zu wenig für Wäsche, Trinkwasser, Körperpflege und den Gemüsegarten. Zudem plagen immer wieder Dürren die Region. Nun kann die Pinnebergerin für ihre Schützlinge wesentlich mehr von dem kostbaren Nass bunkern.

Möglich gemacht hat diese Ausbaumaßnahme das Pinneberger Reisebüro Globetrotter. Insgesamt stellt das Unternehmen dem Verein Karibuni 25.000 Euro zur Verfügung. 15.000 Euro haben die Tanks und die Bauarbeiten gekostet. Von dem restlichen Geld sollen in den kommenden zwei Jahren neue Tiefkühltruhen und Stromgeneratoren für das Waisenhaus gekauft werden.

Schiffmann (81) kümmert sich seit 2012 gemeinsam mit ihrem tansanischen Team um zwölf Waisenkinder. Die meisten Kinder haben ihre Eltern an das Aids-Virus verloren. Sechs der Kleinen wurden im Januar eingeschult und besuchen eine private Bildungseinrichtung. Dort lernen sie auch Englisch und Französisch. Schiffmann, die selbst einen Teil ihrer Kindheit in Ostafrika verbrachte, verständigt sich auf Kiswahili mit ihren Schützlingen. Deren Besuch auf der Privatschule ist nur möglich, weil sich Menschen aus Pinneberg und Umgebung finanziell als Paten engagieren. 50 Euro Schulgeld müssen pro Kind monatlich aufgebracht werden. Hinzu kommen Schuluniformen und Verpflegung. Insgesamt kostet der Waisenhausbetrieb in Karatu derzeit zirka 2000 Euro im Monat.

Spenden für den Verein „Karibuni“ können an folgende Bankverbindung überwiesen werden: Karibuni e.V., Volksbank Bank Pinneberg, Kontonummer: 471200, Bankleitzahl: 22191405. Wer sich über die Möglichkeiten einer Patenschaft informieren will, erreicht den Verein unter der Telefonnummer 04101-64137 oder per E-Mail an die Adresse information@karibuni-ev.de. Wer eine Patenschaft übernimmt, erhält regelmäßig einen mit Bildern versehenen Bericht über die Entwicklung der Kinder. Ein direkter Kontakt soll jedoch vermieden werden, damit es keinen Neid und keine Rivalitäten unter den Kindern gibt. www.karibuni-ev.de
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen