Landtagsabgeordneter zu Gast : Pinneberger Seniorenbeirat feiert 25. Geburtstag

Die neun Mitglieder des Seniorenbeirats freuten sich über etwa 80 Gäste zur Feier des 25-jährigen Bestehens.
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Die neun Mitglieder des Seniorenbeirats freuten sich über etwa 80 Gäste zur Feier des 25-jährigen Bestehens.

Um die Arbeit des Beirats zu ehren, kamen Vertreter aller politischen Parteien der Region ins Rathaus.

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19. Januar 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | „Der SBR ist auch schon da, genau genomm’ schon 25 Jahr’ “, hat der Rentnerchor der Lutherkirche gesungen und viel Applaus geerntet. Drei Stücke brachte er mit, um den Seniorenbeirat (SBR) der Stadt Pinneberg zu ehren. Dieser feierte sein 25-jähriges Bestehen im Pinneberger Rathaus.

Rainhard Töpler, der erste Vorsitzende des Beirates, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Die Pinnberger Politik erschien zahlreich zu dieser Feier: unter anderem Ratsfrau Gabriela Matthies von der SPD, der Fraktionsvorsitzende der Pinneberger CDU, Florian Kirsch, und der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel. Letzterer hielt eine Rede und betonte die Wichtigkeit des Beirates. „In wenigen Jahren ist jeder dritte Einwohner Schleswig-Holsteins älter als 60 Jahre“, begann er seine Ansprache und verwies so auf das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung. Als Problem sehe er es nicht, lediglich müsse an den „Bedarf der Senioren“ gedacht werden, denn „die jüngere Generation könnte den Blick dafür verlieren.“ Als Beispiel nannte er das Lösen von Fahrkarten, das heutzutage oftmals online vonstatten geht. Man müsse hierbei an die älteren Menschen denken, die nicht mit Computer und Smartphone groß geworden sind. Aus diesem Grund halte er die Existenz eines Beirates für Senioren für unverzichtbar.

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) lobte in ihrer Ansprache die Arbeit des SBR und verdeutlichte ebenso, dass aus ihrer Sicht ein solcher Beirat bestehen muss: „Sie betrachten die Vorlagen der Verwaltung und die Entscheidungen der Politik noch einmal mit Argusaugen und prüfen auf Grundlage ihrer immensen Erfahrung, welche Auswirkungen für Senioren möglicherweise nicht bedacht wurden.“ Zudem richtete Steinberg den Fokus auf die Zukunft, denn jeder werde einmal alt und müsse sich auf die neuen Lebensbedingungen einstellen. „Der Seniorenbeirat ist unverzichtbar. Und wenn es ihn nicht gäbe, müsste er schnellstens erfunden werden“, so die Bürgermeisterin.

Töpler fasste in seiner Ansprache die Aktivitäten und die Möglichkeiten des SBR zusammen. Der Beirat müsse „überparteilich und religiös tolerant“ sein, alle Beschlüsse der Politik auf Relevanz für Senioren und auf Seniorenfreundlichkeit prüfen. Er betonte, dass der Zusammenschluss der Senioren auf Freiwilligkeit angewiesen sei und jeder aufgefordert sei, sich einzubringen. Der erste Vorsitzende lobte zudem die Organisation von Einführungskursen für die Arbeit mit Computern für Senioren.

Nach dem offiziellen Teil war Zeit für Gespräche. Bernd Früchtnicht, Pressesprecher des SBR, war zufrieden: „Es war ein rundum gelungener Abend. Wir haben ungefähr 80 Leute hier, das ehrt uns doch sehr. Es freut uns besonders, dass sich SPD, CDU, FDP, die Grünen, eigentlich alle politischen Parteien der Region die Zeit genommen haben, um an dieser Feierstunde teilzunehmen.“ Auch die Arbeit des Beirates resümierte er positiv. Man dürfe jedoch nicht nachlassen. „Barrierefreiheit ist zum Beispiel ein Thema, das mittlerweile gesetzlich geregelt ist. Dafür müssen wir nicht mehr so immens viel tun. Aber bei unserer letzten Sitzung, die wir in Waldenau abgehalten haben, ist deutlich geworden, dass dort doch noch einige Probleme und Unstimmigkeiten bezüglich Seniorenfreundlichkeit vorhanden sind. Aus diesem Grund werden wir künftig jede Novembersitzung in Waldenau abhalten, um mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen“, so Früchtnicht.

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