Ortstermin im Polizeirevier : Pinneberger Polizeiwache soll saniert werden

Drei Dienststellen in einem Gebäude: Carsten Zingler, kommissarischer Leiter des Pinneberger Polizeireviers, zählt die Mängel auf.
Drei Dienststellen in einem Gebäude: Carsten Zingler, kommissarischer Leiter des Pinneberger Polizeireviers, zählt die Mängel auf.

Verstopfte Rohre, Brandschutzmängel und Platzmangel: Die Pinneberger Polizeiwache ist in einem schlechten Zustand.

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07. Juni 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Laute Bohrgeräusche sind bis ins Dienstzimmer von Carsten Zingler, kommissarischer Leiter des Pinneberger Polizeireviers, zu hören. In dem Gebäude an der Elmshorner Straße sind derzeit die Handwerker tätig. Sie wollen feststellen, welche grundlegenden Renovierungsarbeiten nötig sind. Zum Beispiel in den Sanitärräumen. „Es soll ein Plan erstellt werden, wie man den Schaden beheben kann“, sagt Zingler.

Anfrage an die Landesregierung

Und um herauszufinden, wie es in Sachen baulicher Zustand um die Polizeistationen im Kreis Pinneberg bestellt ist, hatte die Landtagsabgeordnete Beate Raudies (SPD) jüngst eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Vor allem das Revier in Pinneberg habe grundlegende Renovierungsarbeiten nötig. Die Beamten von dort hätten sich immer wieder über die mangelhaften sanitären Einrichtungen beklagt. Die desolaten Zustände der sanitären Anlagen im Pinneberger Polizeirevier kann Zingler bestätigen. „Es sind alte Tonrohre“, sagt der Revierleiter. Man habe früher wohl schon einmal versucht, sie freizubekommen. Dabei seien sie beschädigt worden. Nun käme es immer wieder zu Verstopfungen, da sich die Rohre zugesetzt haben. „Die Sanitärleitungen werden auf jeden Fall saniert“, sagt Jan-Hendrik Lewering, Leiter des Führungsstabes der Polizeidirektion Bad Segeberg, am Mittwoch auf Anfrage.

Weitere Mängel

Doch es gibt noch weitere Mängel: Ausreichender Brandschutz ist nicht gewährleistet und die Deckenbeleuchtung müsste erneuert werden. Auch in diesen Fällen stellt Lewering klar: „Alles, was nicht in Ordnung ist, wird in Ordnung gebracht.“

Laut Aussagen von Zingler fehlt es auch an Platz. Der Grund: „Es sind hier drei Dienststellen untergebracht.“ Auch in diesem Fall soll für Abhilfe gesorgt werden: Die Beamten des Bezirks- und Autobahnreviers, ein Teil ist auch in der Pinneberger Wache untergebracht, werden zum 1. Oktober in Elmshorn zusammengefasst, so Lewering.

Wie geht es jetzt weiter?

Von einem Erweiterungsbau, aber auch von einem Neubau ist die Rede. Das soll eine Wirtschaftlichkeitsprüfung klären. „Alle Möglichkeiten werden geprüft. Es wird Veränderungen geben“, so Lewering. Er sprach vor einer hohen Priorität. Das Finanz- und das Innenministerium seien mit eingebunden.

Auch Zingler ist zuversichtlich: „Es gab eine allgemeine Zustimmung der Pinneberger Politik, uns zu helfen“, sagt er.

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