Bilanz : Pinneberger Kampfkünstler im Aufwind

Von Krav Maga bis Qi Gong – das Angebot der Lo-Han-Kampfkünstler ist vielseitig.
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Von Krav Maga bis Qi Gong – das Angebot der Lo-Han-Kampfkünstler ist vielseitig.

Mitgliederzahlen bei Lo-Han Pinneberg steigen um 30 Prozent. Erste erfolgreiche Gurtprüfung.

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13. April 2018, 12:30 Uhr

Pinneberg | Die eigenen Trainingsräume im Rübekamp wurden eingeweiht, die Mitgliederzahl ist um mehr als 30 Prozent gestiegen und die erste Schülerin hat ihre Gürtelprüfung erfolgreich abgelegt – Werner Westerhoff, Gründer der Gemeinschaft für Kampf- und Bewegungskünste Lo-Han Pinneberg, blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Der Start war wirklich gut“, sagt Westerhoff. Auch die Seminarangebote wurden gut genutzt.

„Wir planen alle zwei Monate ein Seminarangebot, an dem jeder teilnehmen kann“, sagt Westerhoff. Die Selbstverteidigungstechnik Krav Maga wurde speziell für Frauen angeboten. „Wir hatten 30 Damen zwischen 17 und 55 Jahren in unseren Räumen. Das war ein echter Erfolg“, sagt Westerhoff. Das Angebot will er wiederholen. Am Sonnabend, 4. August wird eine Trainerin die aus Israel stammende Verteidigungstechnik vermitteln. „Ich werde nicht dabei sein. Es ist manchmal einfacher, wenn Frauen nur für sich trainieren und keine Scheu haben, weil ein Mann dabei ist“, sagt Westerhoff.

Gemeinsam trainieren können Jungen und Mädchen am Sonnabend, 16. Juni, wenn Selbstverteidigung für Kinder angeboten wird. „Das wird kindgerecht vermittelt. Es geht nicht darum, dass sich die Kids auf die Nase hauen, sondern Situationen erkennen und entschärfen“, erläutert Westerhoff. Bewegung steht bei den Angeboten vor dem Begriff Kampf. „Einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, ist oft effektiver und sicherer, egal wie gut man trainiert hat“, macht der Kung-Fu-Meister deutlich. Um Bewegung geht es auch im Juli beim Dance-Special. Ein genauer Termin wird noch bekanntgegeben. Im Oktober soll es ruhiger zugehen, wenn die Grundlagen von Chi-Gong vermittelt werden. „An den Seminaren kann jeder teilnehmen, egal, ob Mitglied oder nicht“, sagt Westerhoff.

Besonders stolz ist Westerhoff auf seine Schülerin Mareike Finnern. Sie legte im vergangenen Jahr ihre erste Gürtelprüfung ab. „Wir sind bewusst zu meinem Stammverein nach Wilhelmshaven gefahren“, sagt Westerhoff. Dort erreichte seine Schülerin das beste Prüfungsergebnis. „Es ist kein Wettstreit, aber doch schön, wenn alle sehen, dass die eigenen Schüler etwas können“, so Westerhoff. Er wurde nicht nur für 30-jährige Mitgliedschaft geehrt, sondern erhielt auch seinen dritten Dan – ehrenhalber. „Beim nächsten muss ich dann mal wieder eine Prüfung ablegen“, sagte Westerhoff lachend. „Wir haben uns beim Trainerkursus C kennengelernt und Werner hat gefragt, ob ich ihm bei der Vereinsgründung helfen will“, berichtet Finnern über ihre Entscheidung für Lo-Han. Seit 18 Jahren betreibt sie Taekwondo und hat den schwarzen Gurt. Im Kung Fu trägt sie nun den Gelbgurt. „Wenn ich schon helfe, dann wollte ich mindestens den Gelbgurt“, sagt Finnern. Nun arbeitet sie bereits auf die Orangegurt-Prüfung hin. Wie ähnlich sind sich Teakwondo und Kung Fu? „Es sind zwei Kampfsportarten, aber die sind total verschieden. Die Bewegungen beim Kung Fu sind deutlich fließender, da wir Tiere nachahmen“, berichtet die Schülerin. „Am Anfang habe ich Knoten in den Armen und dem Kopf gehabt, aber mittlerweile fühle ich mich auch im Kung Fu zuhause.“ Die Bandbreite habe sie überrascht. Mittlerweile kombiniere sie die beiden Sportarten. „Das klingt jetzt total schlau, aber das passiert einfach automatisch.“ Was macht den Reiz der Gemeinschaft für Kampf- und Bewegungskünste Lo-Han aus? „Wir trainieren hart, aber es ist eine ganz lustige Truppe, in der ich mich einfach wohlfühle.“

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