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„Young Stage“ : Pinneberger Bühnen führt Musical-Klassiker „Der kleine Horrorladen“ auf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Diese Pflanze mag es lieber blutig. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Pinneberg | „Fütter mich! Fütter mich!“, sagt die Pflanze mit dem Namen „Audrey II“. Das sprechende Topfgrün hat immer Appetit – und zwar auf einen ganz besonderen Saft. Zuschauer dürfen also gespannt sein: Im Februar bringt die „Young Stage“ der Pinneberger Bühnen das Kultmusical „Der kleine Horrorladen“ auf die Bühne. Bereits 1996 und 1998 hatte die Theatergruppe das Musical mit großem Erfolg aufgeführt. „Der kleine Horrorladen war damals das erste Musical in Pinneberg, das von einem Amateurtheater aufgeführt wurde“, berichtet Regisseurin Britta Förster.

In der neuen Produktion gibt es Schauspieler, die auch damals schon dabei waren. „Mit mehrstimmigem Gesang und Live-Musik entführen die Mimen ihre Zuschauer in Mushniks Blumenladen in die 1960er Jahre“, sagt Förster. Und: „Das Stück hat sehr viele Emotionen in alle Richtungen. Es ist alles drin: Komik, Leidenschaft und Witz.“ „Nicht einmal ein Bund Kresse haben wir heute verkauft!“ – Mr. Mushniks kleiner Blumenladen, gelegen an der „Skid Row“ in der armseligen Downtown, steht kurz vor der Pleite. Ausgerechnet sein schüchterner – bisweilen unfähiger – Mitarbeiter Seymour präsentiert ihm dann eine merkwürdige Pflanze, die er bei einem alten Chinesen gekauft hat. Kaum steht das unbekannte Gewächs im Schaufenster, floriert der Laden und das Glück beginnt. Endlich kann Seymour seiner „sehr“ blonden Kollegin, Audrey, für die er heimlich schwärmt, imponieren. Die glückbringende Pflanze, von Seymor liebevoll „Audrey II“ genannt, wird zum Star des Ladens. Alles läuft perfekt. Doch bald stellt sich heraus, dass das grüne Gemüse nur mittels besonderer – blutroter – Nahrung gedeiht. Während Audrey von einem Häuschen im Grünen träumt, spielt die Pflanze ihre Spielchen weiter. Eines Nachts empfängt sie Audrey schmatzend mit den Worten: „Hey junge Dame, hallo, Sie wär’n grad richtig für mich, ich find sie wirklich süüüüüßßßßßß, hey, Mädel, wunder dich nicht, ich bin die Pflanze, die spricht.“

Zweimal ist der Stoff bereits verfilmt worden: 1960 von Roger Corman als „Kleiner Laden voller Schrecken“ und 1986 unter der Regie von Frank Oz. Wer letzteren Film gesehen hat, weiß, dass Musik und Songs der Geschichte viel Charme verleihen.

Und auch die Version der Pinneberger Bühnen wartet damit auf: Die rotzigen Horrorsisters – im kleinen Schwarzen – begleiten mit souligen Songs durch das schaurige Vergnügen. Außer viel Witz, einer großen Portion Ironie und einer Prise Romantik gibt es auch rockige Kultsongs. Das Musical wird am 25. und 26. Februar jeweils ab 19.30 Uhr und am 27. und 28. Februar jeweils ab 15 und 19.30 Uhr gezeigt. Am 3., 4. und 5. März läuft es jeweils ab 19.30 Uhr und am 6. März ab 15 Uhr. Ort der Aufführungen ist das Theater im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8. Karten können ab sofort online oder im Bücherwurm erworben werden. Sie kosten zwölf und ermäßigt zehn Euro.

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erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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