Jubiläum : Pinneberger Bühnen begehen eine bewegende Zeitreise

Die Pinneberger Bühnen sahen nicht nur zurück, sondern auch nach vorn mit einem Ausschnitt aus ihrem neuen Stück.
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Die Pinneberger Bühnen sahen nicht nur zurück, sondern auch nach vorn mit einem Ausschnitt aus ihrem neuen Stück.

Der Theaterverein feiert seinen 70. Geburtstag mit einer Party inklusive Musik, Theater und einem Auszug aus dem neuen Musical „Killer Queen III“.

shz.de von
06. Februar 2018, 13:00 Uhr

Pinneberg | Die Pinneberger Bühnen bestehen 2018 seit genau 70 Jahren. Ein großes Jubiläum, das dementsprechend am Wochenende mit einem bunten Festakt im Geschwister-Scholl-Haus gewürdigt wurde. Durch das abwechslungsreiche Programm führte Peter Heinitz, zweiter Vorsitzender.

Nachdem Anja Nadler, erste Vorsitzende, die Theaterbegeisterten im prall gefüllten Saal herzlich begrüßt hatte, sprachen Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgervorsteherin Gabriela Matthies (SPD) sowie Kreispräsident Burkhardt Thiemann (CDU) anerkennende Gruß- und Dankesworte. Auf die Vereinsgründung am 29. Januar 1948 blickte Stefan Rehse, Vizepräsident des Landesverbandes der Amateurtheater Schleswig-Holstein, zurück: „Wenn Menschen sich mit dem gleichen Interesse zusammenfinden, gründet sich schnell ein Verein. Diesen mit Leben zu füllen, erfordert nicht nur Engagement und Zeit, sondern auch Motivation und – ganz besonders in unserem Bereich – Kreativität“, betonte Rehse. So seien erste Erfolge mit den Inszenierungen von „So ein Mädel“ und „Snieder Nöhring“ schnell erreicht worden. Diesen Erfolg zu mehren, zu erhalten und die Zahl an Akteuren und Zuschauern kontinuierlich zu steigern, sei die eigentliche Leistung der Beteiligten. „Wenn dann hieraus in 70 Jahren mit 357 Stücken eine echte Instanz im kulturellen Bereich entsteht, ist das als ein wahrer Verdienst und eine wahre Leistung anzuerkennen“, sagte Rehse.

Einen interessanten – und bebilderten – Rückblick auf die wechselvolle Geschichte des Theaters hielt Hartmut Tank, Ehrenvorsitzender und Archivar der Pinneberger Bühnen. „Es gab immer wieder neue Spielstätten“, erinnerte Tank. Etwa im Union Theater oder in der Gaststätte „Remter“. Einmal, das war 1964, bei dem Stück „Der keusche Lebemann“, war die russisch-deutsche Schauspielerin und Bundesverdienstkreuzträgerin Olga Tschechowa (1897-1980) der Überraschungsgast. „Die Beifallsstürme dauerten wohl zehn Minuten an“, berichtete Tank.

Eines hat sich bis heute nicht geändert, so viel wurde an diesem Nachmittag klar: Die Begeisterung und die Spielfreude, mit der alle Akteure immer wieder am Start sind, um neue Produktionen zu realisieren. Im Anschluss an die festlichen Reden sorgten Heidi Maack, Uwe Winter und Christine Semmelhack mit Gesang und Akkordeon aus dem Bereich der Kleinkunst für prima Stimmung. Tank präsentierte plattdeutsche Lieder und Döntjens. Mit dem Sketch „Wie wüült heiroden“ hatten Irene Röhrborn, Heinitz und Brigitte Wagner die Lacher auf ihrer Seite.

Abgerundet wurde das Programm mit einem fetzigen Auszug aus dem Musical „Killer Queen III“, welches am Donnerstag, 22. Februar, Premiere im Theater im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße, feiert. Darin heuert der suizidale Viktor einen Killer für sich selbst an und geht auf Kreuzfahrt – er will über Bord gehen.

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