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Theater-Vereine dürfen bleiben : Pinneberg will die Nutzung für die Paasch-Halle und das Geschwister-Scholl-Haus bis Jahresende verlängern

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die politischen Fraktionen signalisieren ihre Zustimmung. Wegen des drohenden Abrisses des maroden Gebäudes war das Forum Theater im vergangenen Jahr Gefahr gelaufen, sein angestammtes Domizil zu verlieren.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 14:15 Uhr

Pinneberg | Das Forum Theater und die Pinneberger Bühnen können aufatmen – vorerst. Zumindest bis Ende dieses Jahres sollen die Vereine die Ernst-Paasch-Halle am Lindenplatz sowie das Geschwister-Scholl-Haus (GSH) an der Bahnhofstraße weiter als Spielstätte nutzen dürfen. Das geht aus einer Vorlage der Stadt hervor, über die der Kulturausschuss am Mittwoch, 27. Januar, entscheiden muss – die Zustimmung gilt als Formsache.

Wegen des drohenden Abrisses des maroden Gebäudes war das Forum Theater noch im vergangenen Jahr Gefahr gelaufen, sein seit 21 Jahren angestammtes Domizil zu verlieren. Doch dann, Ende November, beschloss die Ratsversammlung die Sanierung der Halle mit dem Ziel der langfristigen Umwandlung in ein Kulturzentrum. Die Verwaltung beantragte Fördermittel in Höhe von 1,3  Millionen Euro beim Bund, die Entscheidung soll bis Ende Februar dieses Jahres fallen.

Glück für den Verein. Denn weil die Stadt, wie aus der Vorlage hervorgeht, einen Baubeginn 2016 für ausgeschlossen hält, steht „der Nutzungsüberlassung bis zum Jahresende nichts im Wege“, heißt es in dem Papier. Die aktuelle Garantie gilt nur bis Ende Juni 2016, der Verein hatte die Verlängerung beantragt.

SPD, FDP, Grüne und Unabhängige sowie die Bürgernahen haben auf Nachfrage dieser Zeitung bereits angekündigt, der Verwaltungsvorlage zuzustimmen – das würde eine Mehrheit bedeuten. „Für uns ist das überhaupt keine Frage“, betonte stellvertretend SPD–Fraktionschef Herbert Hoffmann. Lediglich die CDU wollte sich mit Verweis auf die Fraktionssitzung am gestrigen Abend (nach Redaktionsschluss) nicht dazu äußern.

Andreas Hettwer, Vorsitzender des Vereins, dem etwa 110 Mitglieder angehören, freut sich über die Genehmigung – überschwänglich ist er dennoch nicht. „Wir schieben uns scheibchenweise im Halbjahresrhythmus voran, was unsere Planungssicherheit betrifft“, sagt er. So sei nun zwar 2016 abgesichert, doch 2017 stelle sich das Problem erneut.

Ende November beschloss die Ratsversammlung die Sanierung der Halle mit dem Ziel der langfristigen Umwandlung in ein Kulturzentrum. (Foto: Schierer)
Ende November beschloss die Ratsversammlung die Sanierung der Halle mit dem Ziel der langfristigen Umwandlung in ein Kulturzentrum. (Foto: Schierer)
 

„Spätestens Ende des Frühjahrs stellen wie unseren Spielplan für das Kalenderjahr 2017 auf, dann brauchen wir Klarheit.“ Aufgrund der Ansprüche des Vereins in Sachen Größe, Lichtverhältnisse und Akustik komme in Pinneberg lediglich die Ernst-Paasch-Halle als Spielstätte in Frage – abgesehen vom Ratssaal. Dessen Nutzung habe der Verein als Alternative beantragt, seitens der Stadt aber eine Absage kassiert.

Auch der Verein Pinneberger Bühnen darf vorerst im GSH bleiben – ebenfalls bis Jahresende. Im Gegensatz zum Forum Theater ist dabei bislang aber nicht die gesamte Saison unter Dach und Fach, die erst im Herbst beginnt und sich bis ins Frühjahr 2017 erstreckt.

Peter Heinitz, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, hofft wie Hettwer deshalb schnellstmöglich auf weitere Gespräche mit der Stadtverwaltung. „Wir setzen langfristig auf das Kulturzentrum“, sagt er. Aber wenn es damit nichts werde, dann „ist es unser Herzenswunsch, im Geschwister-Scholl-Haus zu bleiben.“

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