Kreis Pinneberg : Pinneberg und Selenogradsk schreiben langjährige Partnerschaft fort

Walerij Gubarov (l.), Landrat des Rayon Selenogradsk, und Kreispräsident Burkhard Tiemann unterzeichneten die Fortschreibung.
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Walerij Gubarov (l.), Landrat des Rayon Selenogradsk, und Kreispräsident Burkhard Tiemann unterzeichneten die Fortschreibung.

Gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft.

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01. Juni 2015, 14:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Der Generalkonsul der Russischen Föderation, Ivan Khotulev, stellte am Sonnabend während der Feierstunde in der Drostei die Bedeutung des Partnerschaftsprotokolls zwischen Pinneberg und Rayon Selenogradsk heraus: „Es ist mir sehr wohl bewusst, dass wir einem besonderen Moment beiwohnen. Bei der derzeitigen politischen Situation ist es sicherlich nichts Alltägliches.“ Er lobte das im Protokoll festgehaltene Engagement. „Wenn wir ehrlich sind, müssen wir festhalten, dass die deutsch-russischen Beziehungen davon überschattet sind“, sagte der Generalkonsul. Daher sah er in der Protokollfortsetzung ein besonderes Zeichen zur Völkerverständigung. Diese sei eine Basis für eine stabile und fortdauernde Annäherung beider Seiten.

Kreispräsident Burkhard Tiemann machte in seiner Rede, die er auf Russisch mit Glückwünschen zum zweiten Platz beim Eurovision Song Contest (ESC) begann, deutlich, dass es nicht nur um die Symbolik gehe. Vereinbart wurde die Unterstützung bei dem Aufbau einer Jugendfeuerwehr in Rayon Selenogradsk. Daher hatte die russische Delegation am Sonnabendnachmittag die Jugendfeuerwehr in Sparrieshoop besucht. Zudem sollen den Partnerstädten touristische Angebote zugänglich gemacht sowie die Ausgrabung einer Wikingersiedlung im Rayon Selenogradsk touristisch ausgewertet werden. „Es sind die schwierigen Zeiten, in denen sich die Tragfähigkeit, das Verständnis und die Akzeptanz erweisen müssen“, sagte Tiemann und kommentierte Vergleiche der Ukraine-Krise mit der Zeit des Kalten Kriegs: „Es ist nicht wie damals im Kalten Krieg. Es sind völlig andere Zeiten.“ Tiemann plädierte für eine „verbale Abrüstung“. Die Spirale aus Drohungen und Sanktionen müsse gestoppt werden. Der Wunsch des Kreispräsidenten: „Möge dieses Protokoll ein weiterer Baustein sein auf dem Weg zu Freundschaft, Versöhnung und dauerhaftem Frieden zwischen unseren Völkern.“
„Die Unterzeichnung ist ein symbolischer Akt. Er zeigt uns allen, dass menschliche Beziehungen das wichtigste sind, das wir schätzen müssen. Freundschaften und Völkerverständigung sind das wichtigste in unserem Zusammenleben“, sagte Walerij Gubarov, Landrat des Rayon Selenogradsk, der zusammen mit Tiemann die Protokollfortsetzung unterzeichnete. Das neue Protokoll umfasst die Zusammenarbeit für die kommenden drei Jahre.

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