Pinneberg setzt auf seine Radfahrer

<strong>Da gehts lang: </strong>Bauamtsleiter Klaus Stieghorst und Juliane Besendahl vom ADFC vor dem Veloroutenplan. <foto>Daebeler</foto>
Da gehts lang: Bauamtsleiter Klaus Stieghorst und Juliane Besendahl vom ADFC vor dem Veloroutenplan. Daebeler

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23. März 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Pinnebergs Bauamtschef weiß, wovon er spricht. Er ist Radfahrer. Kennt Nöte und Herausforderungen der Radler. Und hat gemeinsam mit Juliane Besendahl vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sowie der Lokalen Agenda an einem Konzept für Velorouten gearbeitet. Auf dem Plan, der in einem Flyer erscheinen wird, sind vier besonders geeignete Strecken für Fahrräder ausgewiesen.

Stieghorst war mehrmals mit Vertretern von ADFC und Agenda im Stadtgebiet unterwegs gewesen. Entstanden sei ein langfristiges Rahmenkonzept, das in den kommenden Jahren umgesetzt werde. Für Baumaßnahmen stünden im Haushalt jährlich 50 000 Euro bereit, so der Bauamtsleiter. Laut Besendahl helfe es oft schon weiter, Schilder zu setzen oder die Fahrbahn mit Markierungen auszustatten.

"Wir wollen das Fahrradfahren auf der Straße sicherer machen", sagt Besendahl. Was viele noch immer nicht wissen: Schon seit langem betrachtet die Straßenverkehrsordnung Fahrräder und Autos als gleichberechtigte Nutzer der Fahrbahnen. Nur in seltenen Fällen gibt es noch eine Benutzungspflicht für Radwege.

"Pinneberg ist eine typische Radfahrstadt", sagt Stieghorst. Oft komme man auf zwei Rädern schneller ans Ziel als mit dem Wagen. Besendahl kennt Gründe: "Für uns gibt es fünf Bahnquerungen, für Autofahrer nur zwei." Zudem dürften entsprechend beschilderte Einbahnstraßen von Fahrradfahrern in beide Richtungen genutzt werden.

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